Eine Publikation der Binkert Medien AG
Ausgabe 06/2017, 13.06.2017

Mix it!

Smoothies erobern seit einiger Zeit die Kühlregale. Ein innovatives Start-up hat sich der grünen Variante verschrieben – jedoch nicht als Frischsaft, sondern als Pulver zum Mixen mit Obst nach Wahl.

Der Lebensstil unserer modernen Zeit hat in unserer Ernährung eine grundlegende Änderung gebracht. Wir nehmen uns beispielsweise oft nicht mehr ausreichend Zeit, um zu kochen und in Gemeinschaft zu essen. Viel mehr nutzen wir die unzähligen Angebote, unterwegs schnell etwas zu essen und dann zum nächsten Termin zu gehen. Doch das bleibt nicht ohne Folgen. Wissenschaftliche Studien zeigen schon lange einen Zusammenhang zwischen der Ernährung und der Entstehung von Zivilisationskrankheiten wie Diabetes, Übergewicht und vieles mehr. So ist die Forderung von Wissenschaftlern nach einer besseren Ernährungsweise berechtigt.

Auch die Industrie reagiert darauf und bietet eine Vielzahl von Produkten mit Mehrwert an. Ein junges Start-up- Unternehmen aus Berlin hat in den letzten Jahren begonnen, die Regale mit ihrem Produkt zu erobern – wobei der Name «Lebepur» auch gleichzeitig Programm ist.

Smoothies aus der Tüte.
Was auf den ersten Blick profan klingt, hat bei näherer Betrachtung einiges zu bieten. «Aus persönlichem Interesse habe ich begonnen, mir Smoothies aus grünem Gemüse und Obst zu machen und dabei festgestellt, dass ich relativ viel Abfall hatte. Schon allein wegen der Tatsache, dass es frische Gemüsesorten wie Spinat oder Grünkohl meist nur in grossen Mengen im Supermarkt zu kaufen gibt. Entweder gibt es dann über Tage nur Spinat bis dieser endlich aufgebraucht ist oder ich musste welke Blätter dann einfach wegwerfen, was mich sehr gestört hat. So habe ich mir überlegt, wie ich das ändern kann. Frische Smoothies als Saft in den Handel zu bringen verlangt immer eine Haltbarmachung, die meist mit Wärmeeinwirkung verbunden ist. Das aber führt zu Verlusten von Inhaltsstoffen, die ich vermeiden wollte. So haben mein Kompagnon und ich die Unterstützung von Ernährungswissenschaftlern der Uni Potsdam gesucht und sind so auf die Idee gekommen unsere Smoothies als Pulver anzubieten. Die Trocknung ist zwar ebenfalls mit Wärme verbunden, doch die Verluste von Inhaltsstoffen sind deutlich geringer und wir erhalten trotzdem eine lange Haltbarkeit», erklärt Thomas Straßburg, Geschäftsführer von Lebepur.

Vom Acker ins Regal.
Für die Smoothies nehmen die innovativen Unternehmensgründer grüne Gemüsesorten wie Spinat, Mangold oder Grünkohl. Aber auch ungewöhnliche Zutaten wie Weizengras, Brennnesseln oder Löwenzahn sind Bestandteile der Pulver. Vertragslandwirte bauen die Gemüse und Kräuter an, ernten und trocknen diese auch gleich nach der Ernte. So gehen kaum Nährstoffe durch Lagerung oder lange Transportwege verloren. «Zum Trocknen nutzen wir zwei Methoden. Einmal die gängige Gefriertrocknung und dann noch unser eigenes Verfahren, das mit Vakuum funktioniert. Für die Smoothies verwenden wir nur die Blätter, sodass wir nach dem Trocknen und Mahlen ein feines Pulver erhalten, das dennoch die kompletten Pflanzenfasern enthält. Damit liefert unser Produkt neben sekundären Pflanzenstoffen auch wertvolle Ballaststoffe», so Straßburg. Das Unternehmen legt nicht nur auf die Qualität ihrer Rohware Wert, sondern auch auf Regionalität. Daher stammen die meisten Gemüsesorten, Gräser und Kräuter aus Deutschland und von ausgesuchten Partnern in Österreich und Polen. «Rohstoffe wie Matcha oder Hibiskus, die nicht in unseren Breitengraden wachsen, bekommen wir Partnern in Japan und Ägypten, doch was in unserer Region wächst, beziehen wir auch von hier», erklärt der Geschäftsführer.

Schnelle Zubereitung.
Um einen grünen Smoothie herzustellen, ist nicht viel Aufwand nötig. Ein Mixer, 200 bis 300 ml Wasser, ein bis zwei Teelöffel Pulver und etwas frisches Obst genügt. Nach einer kurzen Mixzeit von rund einer Minute ist das Getränk bereits fertig. «Da viele Obstsorten wie Mangos, Bananen oder Äpfel das ganze Jahr über erhältlich sind und sich zu Hause auch lagern leicht lassen, haben wir hauptsächlich Gemüse-Smoothies im Angebot. Beeren, die ebenfalls nur in der Saison frisch zu kaufen sind, haben wir ebenfalls als Pulver im Programm. Damit können wir eine grosse Geschmacksvielfalt anbieten, die sich auch untereinander mischen lässt. Hier sind der Fantasie kaum Grenzen gesetzt», meint der Unternehmer.

Geprüfte Qualität.
Für die Qualität und Sicherheit der Produkte sorgen regelmässige mikrobiologische Analysen. So untersucht ein Prüfinstitut jede Charge auf pathogene Keime, Hefen und Schimmel. Erst dann gelangen die Produkte in den Handel. Derzeit sind die Pulver in deutschen Drogeriemärkten, Reformhäusern und in Bioläden erhältlich. Aber der Onlineshop erlaubt auch den landesübergreifenden Einkauf.

Das innovative Unternehmen hat bereits ein reichhaltiges Sortiment, das jedoch in naher Zukunft erweitert werden soll. «Wir probieren ständig neue Rezepte und Zutaten aus und stellen auch neue Mischungen zusammen. So werden wir auch künftig für Abwechslung sorgen können», so Straßburg.


Weitere Informationen:
Lebepur GmbH
www.lebepur.de