Eine Publikation der Binkert Medien AG
Materialfluss und Logistik: Ausgabe 07-08/2017, 08.08.2017

Lageroptimierung leicht gemacht

Zu einem erfolgreich arbeitenden Unternehmen gehört nicht nur eine moderne Produktion, sondern auch ein optimal organisierter Lagerbereich. Oftmals schöpfen Betriebe aber nicht das volle Potenzial aus und verschenken so einen wertvollen Wettbewerbsvorteil.

Autor: Andreas Heckel Geschäftsführer

Bilder: SMB International GmbH

Der Lagerbereich ist das Herzstück vieler Unternehmen: Hier werden Produkte sachgemäss aufbewahrt, kontrolliert und digital erfasst, um – häufig in kurzer Zeit – erneut für den weiteren Produktions- oder Verkaufsprozess bereitzustehen. Wer die regelmässige Überprüfung der Lagerleistung vernachlässigt, schadet möglicherweise auch weiteren Prozessabläufen und versäumt es, wertvolle Optimierungspotenziale zu erschliessen. Fünf Tipps können dabei helfen, Lageranlagen zu überprüfen und Chancen für produktivere Prozesse zu identifizieren.

Tipp 1 – Schöpfen Sie Lagerkapazitäten aus.

Was selbstverständlich klingt, ist längst nicht der Standard: Viele Unternehmen nutzen den vorhandenen Platz nicht aus und verschenken Lagerkapazität. Nicht nur in vorratsintensiven Betrieben spart eine effiziente Lagerung und Warenverteilung langfristig Geld. Ein hoher Raumnutzungsgrad lässt sich am besten mit einem Kompaktlager und Hochregalen erreichen, da diese die Höhe optimal ausschöpfen. Oft können Betreiber sogar mehr Raum nutzen, als sie zunächst annehmen. Entscheidend für den Warenfluss im Kompaktlager ist der Einsatz von Truck-Shuttle-Systemen, mit denen sich die Ware – im Idealfall zeitgleich – auf allen Ebenen ein- und auslagern lässt. Ein Kompaktlagersystem einschliesslich Truck-Shuttle-Förderern eignet sich ideal für den Einbau in bestehende Hallen; Neubauten sind auch als dach- oder wandtragendes Regal (zum Beispiel im Silo) realisierbar.

Tipp 2 – Erhöhen Sie den Automatisierungsgrad.

Nicht jedes Unternehmen benötigt ein vollautomatisches Lager. Dennoch sollten Betreiber je nach Lagersystem eine Auffrischung oder Erweiterung in Erwägung ziehen: Lässt sich mit Hilfe automatisierter Prozesse eine grössere Warenmenge umschlagen? Ist die Fördertechnik noch zeitgemäss? Lassen sich durch eine bessere Vernetzung sogar Energiekosten senken? In vielen Fällen können Unternehmen die Produktivität der Abläufe durch eine Modernisierung der Komponenten steigern. Heutige Softwarelösungen liefern zuverlässige Daten – und damit den Schlüssel für eine bessere Bestandsverwaltung und Bewegungsanalyse. So lässt sich eine höhere Pickgenauigkeit erzielen, Minder- und Fehlbestände erkennen und Steuermöglichkeiten erhöhen. Bei dynamischen Lageranlagen ist eine durchgängige IT-Unterstützung mit entsprechenden ERP-Lösungen sogar unerlässlich: Hier muss das System fehlerfrei arbeiten, um eine reibungslose Warenbewegung und eine Übersicht des Warenbestands zu gewährleisten.

Tipp 3 – Schaffen Sie Flexibilität.

Keine Zeit zu verlieren ist eine zentrale Herausforderung für Unternehmen der Logistikbranche. Wer im Wettbewerb mithalten will, muss kurzfristig auf Kundenwünsche und schwankende Durchsatzmengen reagieren, sich schnell an veränderte Sortimente anpassen und spezielle Produktanforderungen berücksichtigen. Flexibilität ist für viele Unternehmen einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren. Entsprechend genau sollten Verantwortliche die Funktionalität eines Lagersystems überprüfen. Die beste Voraussetzung ist ein genauer Überblick, den Betreiber zum Beispiel durch eine Permanentinventur mithilfe einer Steuerungssoftware erhalten. Nur wer stets im Blick hat, welche Waren sich zu welcher Zeit an welchem Ort befinden, ist in kurzer Zeit handlungsfähig. Auch ein 24/7-Betrieb des Lagers kann sich für Unternehmen lohnen.

Tipp 4 – Modernisieren Sie veraltete Komponenten rechtzeitig.

Durch eine rechtzeitige Modernisierung lässt sich die Anlagenlebensdauer häufig verlängern. Dabei kann es sich auch um Erweiterungen handeln – zum Beispiel im Bereich Fördertechnik. Hier können Betriebe Komponenten mit schnelleren Entwicklungszyklen (zum Beispiel Motoren) austauschen, ohne dass sie komplette Förderstrecken ersetzen müssen. Auch ein Upgrade zur Steigerung der Energieeffizienz kann sinnvoll sein, da sich dadurch Energiekosten verringern und die Nachhaltigkeit steigt. So individuell die Modernisierungskonzepte sind: Zu jedem Umbau und allen Erweiterungen gehört eine präzise Überprüfung der Sicherheitsrichtlinien, denn insbesondere ältere Bauteile entsprechen möglicherweise nicht mehr aktuellen Standards und sollten angepasst werden.

Tipp 5 – Setzen Sie auf einen zuverlässigen Partner.

Voraussetzung für den langfristen Erfolg ist ein erfahrenes und verlässliches Partnerunternehmen. Alle Schritte sollten in enger Abstimmung auf die genauen Anforderungen zugeschnitten werden. Indem Betreiber auf einen Anbieter mit langjährigen Erfahrungen aus abgeschlossenen Projekten setzen, profitieren sie von einem umfassenden Know-how und branchenübergreifenden Kenntnissen eines unabhängigen Betrachters. Darüber hinaus können Wartungsverträge und Personalschulungen zu einem reibungslosen Lagerbetrieb verhelfen. Das Unternehmen SMB International bietet seinen Kunden den Vorteil einer ausgeprägten Eigenfertigung, durch die es Kundenbedürfnisse bedienen und Ersatzteile auch kurzfristig liefern kann. Mit der kürzlich erfolgten Gründung der SMB Service hat das Unternehmen seine Leistungen rund um Wartung und Reparatur noch erweitert. In kurzer Zeit kann das Serviceteam auf mögliche Notfälle reagieren und eine Rund–um–die–Uhr–Rufbereitschaft anbieten – selbst an Wochenenden und Feiertagen.

 


Weitere Informationen:
SMB International GmbH
www.smb-group.de

 



SMB Kompaktlager mit Truck-Shuttle-System