Eine Publikation der Binkert Medien AG
07.06.2017

Wädenswiler Lebensmittelrecht-Tagung

Das neue schweizerische Lebensmittelrecht, das am 1. Mai 2017 in Kraft getreten ist, lieferte die Anregung für das Thema der 12. Lebensmittelrecht-Tagung der ZHAW: Durch den Wegfall des bisher geltenden Positivprinzips soll die Innovationskraft der Lebensmittelwirtschaft gestärkt werden. Deshalb standen Innovationsthemen im Fokus der Tagung.

Die Tagung erlaubte es den rund 190 Teilnehmenden, zentrale Aspekte des neuen Lebensmittelrechts kennenzulernen und gleichzeitig ihr lebensmittelrechtliches Wissen spezifisch zum Thema «Innovationen» zu vertiefen. Das bisher geltende Positivprinzip besagt, dass ein Lebensmittel nur verkehrsfähig ist, wenn es unter einer Sachbezeichnung umschrieben oder aber vom Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) bewilligt wurde. So war beispielsweise Quorn, bekannt als Fleischersatz, bisher bewilligungspflichtig. Neu können solche Produkte ohne Bewilligung auf den Markt kommen, wenn sie sicher sind und den rechtlichen Vorgaben entsprechen. Dieser Paradigmenwechsel bedeutet eine Deregulierung im schweizerischen Lebensmittelrecht, welche die Innovationskraft der Betriebe fördern soll.
 



Evelyne Kirchsteiger-Meier, Tagungsleiterin (4. von links) mit den Referierenden Andreas Reinhart, Thomas Gude, Matthias Grawehr, Karola Krell Zbinden, Judith Deflorin, Michael Beer und Domenic Schneider
(von links nach rechts)