Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
Ausgabe 11/2005, 06.12.2005

Ab Sonntag rauchfrei bei der SBB

In Schweizer Zügen und Bahnhöfen hat sich’s ausgepafft: Ab Sonntag gilt im ganzen öffentlichen Verkehr «Rauchen verboten!».

Die Transportunternehmen sind zuversichtlich, dass das Verbot eingehalten wird. Renitenten Rauchern drohen 25 Franken Busse. Im Juni hatten die Schweizer Transportunternehmen das flächendeckende Rauchverbot angekündigt. Mit dem Fahrplanwechsel vom 11. Dezember wird es nun umgesetzt. Rauchfrei werden die Züge von SBB und BLS sowie von 17 weiteren Bahnunternehmen. Aber auch in den Bahnhöfen darf nicht mehr gepafft werden: Das Rauchverbot gilt auf für alle öffentlich zugänglichen, geschlossenen Räume und Zirkulationsflächen sowie für die Tiefbahnöfe. Weiter geraucht werden darf auf offenen Perrons. Mit dem Rauchverbot wollen die Transportunternehmen dem Kundenbedürfnis nach mehr Reisequalität und dem Schutz vor dem Passivrauchen Rechnung tragen, wie es an einer Medienkonferenz des Verbands für öffentlichen Verkehr (VÖV) in Olten hiess.

Rauchverbote seien in Tram, Bus und Flugzeug längst selbstverständlich, man rechne deshalb mit einer guten Akzeptanz bei den Raucherinnen und Rauchern. Ab Sonntag werden alle Raucher, die sich nicht ans Verbot halten, «freundlich, aber bestimmt» darauf hingewiesen, wie VÖV-Präsident Peter Vollmer sagte. Renitente Raucher müssten aber von Beginn weg damit rechnen, die gesetzlich vorgesehene Strafgebühr von 25 Franken bezahlen zu müssen.

Die Umstellung verursacht bei den Transportunternehmen Kosten von gegen 11. Millionen Franken. 8,5 Millionen davon entfallen auf den Umbau der Wagen. Die SBB will den Umbau bis Juni beenden, der Ersatz der Raucher-Schilder soll jedoch innert 14 Tagen vollzogen sein. Für Raucher, die alten Zeiten nachtrauern, hat die SBB zudem ein Trostpflaster bereit: Für 20 Franken kann im Internet ein original SBB-Aschenbecher gekauft werden.
(sda)