Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
Ausgabe 01/2006, 01.03.2006

Bauernverband empört über Haltung von Economiesuisse

Beim Schweizerischen Bauernverband (SBV) ist man empört über die Forderungen der Economiesuisse, ein Freihandelsabkommen mit der EU anzustreben nicht aber einen EU-Beitritt. Die Economiesuisse will ihre eigene Klientel vor den negativen Auswirkungen eines EU- Beitritts schützen. Die Landwirtschaft soll dagegen im hohen schweizerischen Kostenumfeld zu EU-Preisen produzieren, schreibt der SBV in einer Stellungnahme. Der Wirtschaftsverband, welcher der Landwirtschaft immer fehlenden Reformwillen vorwerfe, zeige dadurch sein wahres Gesicht. Dabei sei es gerade die Landwirtschaft, die bezüglich Reformen in den letzten Jahren vorangegangen ist, schreibt der SBV. Der Bauernverband weist darauf hin, dass seit Beginn der 90er-Jahre die Anzahl der Betriebe um 35'000 auf rund 60'000 Einheiten zurückgegangen ist und die Landwirte der Situation mit Innovationen und konsumentennahen Qualitätsprodukten begegnet sind. Mit der Agrarpolitik 2011 und der WTO stehe die Landwirtschaft ohnehin vor weiteren grossen Reformschritten.
(lid)