Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
Ausgabe 01/2006, 06.03.2006

Schweinepest in Deutschland

Auf einem Hof im Westen Deutschlands ist die Schweinepest aufgetreten. Das bestätigte gemäss einer Meldung von baz.ch am 3. März das nordrhein-westfälische Umweltministerium in Düsseldorf. Innerhalb weniger Wochen waren auf dem Hof in Haltern im Münsterland nach Angaben der Kreisverwaltung mehr als 70 der rund 330 Schweine verendet. Nun müssen vermutlich in einem Sperrbezirk von drei Kilometern alle Schweine getötet werden.

Die Schweinepest ist eine hochgradig ansteckende und meist tödlich verlaufende Viruserkrankung. Auf den Menschen ist sie nicht übertragbar. Bei den betroffenen Tieren bricht die Krankheit etwa eine Woche nach Ansteckung aus. Infizierte Tiere leiden zunächst unter Fieber. Dann können Hautblutungen an Ohren und Gelenken oder Bindehautentzündungen sowie Durchfall auftreten. In Einzelfällen zeigen infizierte Tiere lange Zeit keine Symptome.

Die Schweinepest ist meldepflichtig. Übertragen wird das Virus durch Ausscheidungen der Schweine, virushaltiges Futter oder andere Tiere wie Ratten. Hohe Luftfeuchtigkeit und niedrige Temperaturen begünstigen eine Übertragung. Häufig greift die Seuche von Wildschweinen auf frei gehaltene Hausschweine über.
(lid)