Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
Ausgabe 01/2006, 16.02.2006

Stallpflicht stellt Zoos vor Probleme

Zoologische Gärten haben mit der erneut verfügten Stallpflicht für Hühner- und Wasservögel sowie Strausse einige Probleme. Wie der Zürcher Zoobiologe Robert Zingg sagte, ist das wiederholte Einfangen und Einsperren der Gesundheit von Tieren, die praktisch immer im Freien lebten, nicht förderlich. Weil die Brutsaison beginnt, ist die Situation laut Zingg schwieriger als im vergangenen Herbst. So könnten etwa Gänse nicht in Gruppen gehalten werden, weil sie unverträglich würden.

Die Verantwortlichen des Zoos Zürich prüften sorgfältig, was zu tun sei, sagte Zingg. Der Basler Zootierarzt Christian Wenker sagte auf Anfrage, das Einsperren der Haushühner sei problemlos. Für andere Vögel will sich der Zoo um eine Ausnahmebewilligung bemühen, weil sie laufend vom Zootierarzt überwacht würden. Laut Wenker sind von der Stallpflicht drei Vogelarten betroffen: Hühnervögel wie Pfauen, Haus- und Seidenhühner, Schwimmvögel wie Gänse, Enten und Schwäne sowie Strausse. Nicht betroffen seien Vögel wie Flamingos, Pelikane und Pinguine.
(ap)