Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
Ausgabe 01/2006, 08.02.2006

Teegenuss: Preis spielt untergeordnete Rolle

Tee-Spezialitäten aus Deutschland sind weltweit in aller Munde. Die Exportzahlen der deutschen Teehandelshäuser steigen - neben den traditionell wichtigen europäischen Absatzmärkten wie Grossbritannien und Frankreich zeigt sich nach Aussage des Deutschen Teeverbands eine verstärkte Nachfrage in Russland sowie der USA. Der Konsument aus Deutschland ist dafür auch bereit, etwas tiefer in die Tasche zu greifen. «Der Preis spielt eine untergeordnete Rolle. Wichtig ist, dass die Qualität stimmt», so Gerhard Biel, Inhaber des Teekontors Nordfriesland.

Dies zeigt sich auch in dem jüngsten Trend der gehobenen Gastronomie: Statt auf Happy Hour setzen immer mehr Top-Hotels auf die gepflegte Teatime oder den «High Tea». Tee harmoniert dabei perfekt mit den drei wichtigen Verbrauchertrends Gesundheit, Wellness und Convenience. Im Jahr 2004 hat jeder Bundesbürger durchschnittlich 25 Liter Tee getrunken.

Die Teegewohnheiten haben sich in den letzten Jahren deutlich verändert. «Rooibusch-Tee hat bei uns mittlerweile einen Marktanteil von 40 Prozent», so Biel weiter. Mittlerweile bietet das Teekontor Nordfriesland über 500 verschiedene Teesorten an. Wichtig für Inhaber Biel ist es, dass er ausnahmslos jedes Gebiet, von dem Tee bezogen wird, selber bereist und inspiziert hat. «Wir sind jedes Jahr vor Ort und überprüfen die Plantagen», so Biel.
(pte)