Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
Anlagen- und Apparatebau: Ausgabe 12/2008, 15.12.2008

Im neuen Jahr wird alles besser

Schweizer Firmen, die Produkte exportieren, haben es im neuen Jahr einfacher. Die elektronische Verzollungslösung ersetzt das heutige Exportzollverfahren VAR. Unternehmen sparen damit Zeit und Geld.

Die «Vereinfachte Ausfuhrregelung» (VAR) feierte ihren 30. Geburtstag. Aufgrund ihrer Einfachheit war sie bei exportierenden Unternehmen sehr beliebt. Der Eidgenössischen Zollverwaltung bereitete die VAR aufgrund der zwischenzeitlich eingeführten elektronischen Ausfuhrzollanmeldung aber einen erheblichen betrieblichen Mehraufwand. Diese Situation wird in nächster Zukunft noch
verschärft, wenn die EU wegen der USSicherheitsinitiative zusätzliche Datenelemente wie beispielsweise Tarifnummer oder Wert im Voraus verlangt. Per Januar 2009 erfolgt darum die Umsetzung der idealen elektronischen Exporteurlösung IDEE mit der Software
«e-dec Export». IDEE ist eine neue Zollabwicklung für Exporteure. Aber auch Spediteure oder Zollagenten können mit dieser Lösung elektronisch Exportsendungen zur Ausfuhr anmelden. Dies kann über jede beliebige Zollstelle erfolgen. Bedingung ist nur, dass im IT-System des Zollbeteiligten eine entsprechende Schnittstelle vorhanden ist und er für die elektronische Abfertigung bei der EVZ registriert
ist. So kann der Zollkunde seine Ausfuhrzollanmeldung ans IT-System der Eidgenössischen Zollverwaltung senden. Daraufhin prüft dieses die Anmeldung und sendet der anmeldep.ichtigen Person die Rückmeldung zu. Am Zoll kann der Transporteur dann mit der Identifizierung mittels Barcode die Güter anmelden. Das Zollpersonal selektiert die Ausfuhrliste auf einer spezifischen Bildschirmmaske, und somit erhält die Ausfuhrzollanmeldung ihre rechtliche Verbindlichkeit.

Die Schweiz verliert auch im Zollwesen ihren Sonderstatus. Die vereinfachte Ausfuhrregelung VAR war denn auch ein typisch schweizerischer Kompromiss zwischen Exporteuren und der Zollbehörde. Ein Schweizer Alleingang ist heute aber undenkbar, da die EU den «Takt» bestimmt. Nicht verwunderlich ist demnach, dass sich «IDEE» ans System der EU anlehnt. Die wichtigsten Änderungen,
die auf einen bisherigen VAR-Exporteur zukommen, sind unter anderem folgende:
- Der Exportbeleg (früher: VAR-Ausfuhrbeleg) wird nicht mehr selbst angefertigt; er wird vom Zollcomputer angefordert.
- Darüber hinaus muss jede Sendung nun angemeldet sein. Im Unterschied zu früher meldet der Transporteur nun alle Daten vor dem Grenzübertritt an.

>> Lesen Sie mehr darüber in der aktuellen Ausgabe LT 12/08.