Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
Prozessautomatisierung: Ausgabe 07/2010, 25.08.2010

Modern Times

Softwaresysteme verknüpfen nicht nur unterschiedliche Unternehmensbereiche, sie unterstützen auch die Optimierung des gesamten Produktionsprozesses, wie die Firma Bigler aus Erfahrung weiss.

Fleisch und Wurstwaren sind bei den Verbrauchern sehr beliebt und haben immer Saison. Um qualitativ hochwertige Wurst- und Schinkenprodukte herzustellen, kommt es nicht nur auf erstklassige Zutaten an, sondern auch auf die Rezeptur und die Herstellungsprozesse. Die Firma Bigler AG hat mit ihrem Neubau eine Produktionsstätte geschaffen, die mit modernen Anlagen und einem durchdachten IT-System ausgestattet ist. Das Softwaresystem von CSB verwaltet dabei nicht nur das Lager, sondern unterstützt auch die Mitarbeiter in der Produktion, der Verpackerei bis hin zur Preisauszeichnung mit Kommissionierung.

Lagerverwaltung. In der Lagerverwaltung steuert die Software die komplette Lagerhaltung. Das umfasst sowohl die Rohware wie Fleisch, Gewürze und Hilfsstoffe als auch fertige Produkte. «Wir müssen nicht nur wissen, welche Artikel in unserem Hochregallager sind, sondern müssen auch die Mengen und das Datum kennen. Die Warengebinde werden bei uns kontrolliert ausgelagert gemäss dem Motto: «First in, first out»», erklärt Markus Bigler, Mitglied der Geschäftsleitung der Bigler AG. Damit aus Fleisch und Gewürzen leckere Wurstwaren produziert werden können, werden im sogenannten Vorbereitungsraum die verschiedenen Rezepturen zusammengestellt.

Chargieren. Am Tag der Produktion werden die Rohmaterialien aus dem Lager abgerufen, abgestapelt und für die Mischung der Rezeptur bereitgestellt. Die im Softwaresystem hinterlegte Rezeptur erscheint an einer Verarbeitungsstation, an der der Mitarbeiter auf dem Bildschirm sehen kann, welche Rohwaren zusammengestellt und abgewogen werden müssen. «Jede Kiste mit Rohware hat bei uns einen Strichcode für die eindeutige Identifikation und eine lückenlose Rückverfolgbarkeit. Das Gebinde wird abgescannt und zusammen
mit dem Gewicht bestätigt. Auf diese Weise wird jeder Rezeptbestandteil per Scanner erfasst und quittiert, sodass der Mitarbeiter dem Rezept zwingend folgen muss», so Markus Bigler. Die fertige Rezepturmischung kann zum nächsten Verarbeitungsposten transportiert
werden.

Wursterei. In der sogenannten Wursterei oder Blitzerei wird das Brät hergestellt. Dies funktioniert nach demgleichen Prinzip. Der Mitarbeiter ruft das Tagesprogramm auf und erfasst mit dem Scanner das Etikett, auf dem alle Identifikationen der verschiedenen Rohmaterialien aus dem Chargierungsraum enthalten sind. Es müssen nur noch Eis und andere Komponenten wie zum Beispiel Gewürze hinzugefügt und im Blitzer zum Brät verarbeitet werden. Bei den weiteren Prozessschritten wie Füllen, Kochen, Verpacken und letztlich Kommissionieren wird für jeden Prozess eine separate Identi.kation (Code) angelegt, sodass die Rückverfolgbarkeit gewährleistet ist.

>> Lesen Sie mehr darüber in der aktuellen Ausgabe LT 7-8/10.