Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
Prozessautomatisierung: Ausgabe 01/2011, 17.02.2011

Schokolade auf Schritt und Tritt beobachten

Bei der Herstellung von Schokolade kommt es nicht nur auf die Zutaten an. Auch die Technik spielt für ein gelungenes Produkt eine -grosse Rolle. So lassen sich dank einer Monitoring-Software misslungene -Rezepturen und damit auch viel Ausschuss verhindern.

Seit über vierzig Jahren versorgt das Familienunternehmen Orley Foods mit Sitz in Kapstadt die aufstrebende südafrikanische -Lebensmittelindustrie mit qualitativ hochwertigen Zutaten. Das Unternehmen hat sich da-rauf spezialisiert, eine weite Palette an Grosshandelswaren für das Catering, die Gastronomie sowie die Süss- und Backwarenindustrie herzustellen. Ein Schwerpunkt ist dabei die Produktion diverser Schokoladenprodukte nach über hundert verschiedenen Rezepturen. Das grosse Produktsortiment, die damit verbundene Vielfalt an edlen Rohstoffen -sowie der Kundenwunsch nach lückenloser Rückverfolgbarkeit erforderten eine leistungsstarke Softwarelösung für das Monitoring von Rohstoffverbrauch und Produktionsprozessen.
Monitoring-Tool. Das gesuchte System musste flexibel und leicht integrierbar sein. Wichtig war zudem die Fähigkeit, Prozessprobleme schnell zu identifizieren, um das Trouble-Shooting zu erleichtern. Das Familienunternehmen hat sich für die Wonderware-Technologie entschieden und sieht nun, welche Zutaten in jedem einzelnen Batch enthalten sind. Die Zusammenführung der IT-Lösung für den Produktionsbereich mit dem neu eingeführten ERP-System Syspro verschafft Orley Foods darüber hinaus einen umfassenden Überblick über kontextbezogene Produktionsdaten pro Fertigungsauftrag und damit Hilfe bei der Entscheidungsfindung.
Die auf ArchestrA-Technologie basierende Wonderware-Systemplattform nutzte Orley, um für die Konfiguration ein «Plant Model» zu erstellen. Das ERP-System platziert die Fertigungsaufträge in einer «Warteschleife» oder einer zwischengeschalteten Wonderware-Historian-Produktionsdatenbank, wo sie das SCADA-System (Supervisory Control and
Data Acquisition) weiterverarbeitet. Die Fertigungsaufträge legen die benötigten Rohmaterialien sowie die Tank- und Anlagenzuweisung und die Terminierung fest. Die Anwender nutzen dann zur Visualisierung das InTouch-HMI als SCADA-System auf zwei Bildschirmen, um den Status aller Conchen des Systems sowie die auf ihnen ausgeführten Fertigungsaufträge zu überwachen. Im Notfall können Ausführungszeit oder Maschinenzuteilung abgeändert werden, was bei Stillständen hilfreich ist.
Für die Rückverfolgbarkeit kann der Information Server alle Aspekte des Status von Fertigungsaufträgen sowie Informationen aus der Produktion in Berichten tabellarisch darstellen.

>> Lesen Sie mehr darüber in der aktuellen Ausgabe LT 1-2/11.