Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
Prozessautomatisierung: Ausgabe 01/2011, 17.02.2011

Workflow garantiert Produktqualität

ERP-Systeme unterliegen ebenso einem Alterungsprozess wie Produktionsanlagen. Ist eine IT-Lösung am Ende ihres Lebenszyklus, ist ein Austausch unvermeidlich. Im Internetzeitalter ist eine webbasierte ERP-Lösung auch für das Intranet eine geeignete Alternative.

Der Winter verzaubert die Natur und kann über Nacht eine weisse Wunderwelt erschaffen. Genauso schnell bekommen wir aber auch eine Erkältung, die uns dann tagelang das Leben schwer macht. Die wohltuende Wirkung eines heissen Tees oder Kräuterbonbons schätzen Konsumenten in solchen Zeiten ganz besonders. Die Produktpalette des knapp neunzigjährigen Familienunternehmens Domaco Dr. med. Aufdermaur AG beschränkt sich aber nicht nur auf Tees oder Bonbons. Auch Weichpastillen, Gummibärchen, Milchshakes und Traubenzucker zählen zum Angebot des Unternehmens. Um bei diesem grossen Sortiment weder in der Produktion noch in der Verwaltung, Buchhaltung oder Logistik den Überblick zu verlieren, ist eine durchdachte und gut funktionierende IT-Landschaft unerlässlich. Jedoch war das ERP-System von Domaco am Ende seines Lebenszyklus und wurde den hohen Anforderungen nicht mehr gerecht. Daher suchte das Unternehmen nach einer neuen IT-Lösung. Das -GUS-OS-ERP-System der GUS Group erwies sich mit der modularen Struktur am geeignetsten, die Anforderungen von Domaco zu erfüllen, und ist seit -
April 2010 erfolgreich im Einsatz.
Systemanforderungen. Die neue IT-Lösung verbindet jetzt alle Unternehmensbereiche in einem System, ohne dass zusätzliche Module über Schnittstellen angehängt werden müssen, was Domaco sehr wichtig war. Zum anderen legte der Bonbon- und Teespezialist Wert auf den Einsatz neuer Technologien wie auch auf die Bedienerfreundlichkeit. «Für uns war es wichtig, dass die IT-Lösung alle Prozesse abbildet, entsprechend dokumentiert und auf allen Stufen die Prozesse auch steuert. So sollte das System beispielsweise die Warenfluss-, Produktions- und Qualitätssicherungsprozesse überwachen und steuern. Zudem haben wir Wert darauf gelegt, dass auch die Mitarbeiter mit dem neuen System umgehen können», sagt Thomas Frey, Supply Chain Manager der Domaco AG.
Webbasierte ERP-Lösung. Mit der webbasierten Lösung erfüllte GUS alle Anforderungen. Das System ist in Modulen aufgebaut und besteht aus einem Basis-ERP, das die Bereiche Einkauf, Produktion, Lager, Logistik, Finanz- und Rechnungswesen wie auch die Qualitätskontrolle umfasst. Für das Familienunternehmen erweiterte das IT-Unternehmen das System noch durch die Module für die Qualitätssicherung mit dem Element GUS-OS-Labor (LIMS, integriertes Labor-Informations-Management-System), die Planung und das Customer Relationship Management (CRM-System).
Das modulare System arbeitet im Intranet über einen Webbrowser, wodurch die Programmierung einzelner Computer überflüssig ist und die Mitarbeiter – entsprechend ihrer Position –
von jedem PC-Arbeitsplatz weltweit mit der entsprechenden Security in ihrem Arbeitsbereich Zugang zum System haben. «Wir können in der Menüleiste Rollen für jeden einzelnen Mitarbeiter definieren, sodass nur die Bereiche im Computer zugänglich sind, die er für seine Arbeit braucht. Über einen persönlichen Zugangscode gelangt der Mitarbeiter in das System und erhält automatisch Zugriff zu den für ihn relevanten Bereichen», erklärt Frey. Die vertikale Führung unterstützt den Mitarbeiter bei seiner Tätigkeit, da der Workflow-basierte Prozess die Aufgaben vorgibt und dadurch eine Pendenzenliste im System hinterlegt.
Workflow-gesteuerte Module. Bei Domaco sind die Unternehmensbereiche wie Einkauf, Produktion, Labor oder Logistik als Module im System definiert. Jeder dieser Bereiche oder Module ist in sich geschlossen und ebenfalls durch die vertikal aufgebaute Struktur der Workflows definiert. Um die Flexibilität der Unternehmensbereiche zu gewährleisten, sind die Module jedoch miteinander verbunden. Die in sich geschlossenen Prozesse laufen parallel ab und bedingen sich gegenseitig. Erst der Abschluss und die Freigabe jedes einzelnen Workflows lösen den nächsten untergeordneten Prozess aus. Die in sich geschlossenen vertikalen Strukturen sorgen auf diese Weise für einen reibungslosen Ablauf.

>> Lesen Sie mehr darüber in der aktuellen Ausgabe LT 1-2/11.