Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
Anlagen- und Apparatebau: Ausgabe 07/2011, 11.08.2011

Fliegender Wechsel bei laufender Produktion

Im kürzlich in Betrieb genommenen Neubau von Hero kommen neben neuen Maschinen auch bereits bewährte Anlagen zum Einsatz. Diese ohne Produktionsstopp zu zügeln, war eine grosse Herausforderung, deren sich Experten von amotec erfolgreich angenommen haben.

Früchte und Gemüse schonend haltbar zu machen, war der Grund, weshalb 1886 Hero als Konservenfabrik gegründet wurde. Aus dieser ist über die Jahre ein internationaler Nahrungsmittelkonzern entstanden, der ein breitgefächertes Produktsortiment für das In- und Ausland herstellt. Um die steigende globale Nachfrage decken zu können, entschied sich der Konzern, der dieses Jahr sein 125-jähriges Jubiläum feiert, ein neues Kompetenzzentrum in Lenzburg zu bauen. Im Neubau sind vor den neuen Abfülllinien auch die bereits bewährten Kocheranlagen installiert, deren Umzug aus der alten Produk-tionsstätte in das neue Kompetenzzentrum bei laufender Produktion stattfand. Für diese Aufgabe entschied sich Hero für die Experten von «amotec». Das Unternehmen ist auf Materialbeschaffung, Demontage, Montage und Inbetriebsetzung von Anlagen in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie spezialisiert. «Unser Auftrag umfasste die komplette Planung und praktische Durchführung der Ab- und Aufbauten, des Umzugs und der Inbetriebnahme der Kocheranlage», sagt René Knecht, Geschäftsführer von Amotec. Damit die Integration der Kocher-anlage mit dem Bau des Kompetenzzentrums korrespondierte, war die Integration des Montageplans von -Amotec in das Gesamtkonzept der -neuen -Fabrik sehr wichtig.
Umzug bei laufender Produktion. Die grosse Herausforderung war der Umzug, der bei laufender Produktion stattfinden musste. Um das zu gewährleisten, zügelten die Montageexperten komplette Linien. «Wir haben aus der alten Fabrik immer nur eine Linie aus der Produk-tion genommen, sodass die verbleibenden noch produzieren konnten. Erst wenn die gezügelte Linie im neuen Kompetenzzentrum wieder voll funktionsfähig war, demontierten wir die nächste», erklärt René Knecht. Natürlich sollten die Kunden den Wechsel vom alten zum neuen Standort nicht merken, weshalb Hero eine gewisse Menge vorproduzierte, um die Kapazitätseinschränkungen während des Zügelns auffangen zu können. Dank der Vorproduktion und der etappenweisen Demontage und Montage lief die Integration der «alten» Kocheranlage in die neue Fabrik reibungslos. Der Auftrag umfasste aber nicht nur die Demontage und Montage, -sondern auch die Optimierung der bestehenden Kocheranlage. Deshalb passten die Montageexperten die Kocher dem neuesten technischen Standard an und führten auch Sicherheitsmassnahmen ein. So sind beispielsweise durch den Einbau von Gittern Manipulationen während des Kochvorgangs ausgeschlossen. Des Weiteren war es notwendig, die Kocheranlagen an bauliche Gegebenheiten anzupassen und beispielsweise Höhenunterschiede auszugleichen.

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