Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
Verfahrenstechnik: Ausgabe 03/2012, 07.03.2012

Qualitätssicherung mit dem Nitrodose-Verfahren

Das Dosieren von Kleinstmengen an Flüssigstickstoff mit dem Nitrodose-Verfahren und dadurch reduzierte Sauerstoffkonzentrationen
bei verpackten Lebensmitteln können die Produkthaltbarkeit um bis zu Faktor sechs verlängern. Zudem erlauben Sauerstoffkonzentrationen unter einem Prozent den Erhalt von oxidationsempfindlichen Inhaltsstoffen in gleichbleibender Konzentration und Qualität über einen längeren Zeitraum. Durch die taktweise Dosierung von kleinen und kleinsten Mengen vom tiefkalt verflüssigtem Stickstoff (Siedepunkt –196 °C) lassen sich wichtige Aufgaben in der Abfülltechnologie bei sauerstoffempfindlichen Produkten lösen: Der Stickstoff verdrängt weitestgehend den Luftsauerstoff im Gebinde und verhindert die Oxidation des Produkts sowie das Wachstum von aeroben Mikroorganismen. Je nach Gebinde und Bedarf kann zusätzlich in der Verpackung ein Innendruck und damit eine erhöhte Gebindestabilität erzeugt werden. Diese Stabilität kann vor allem durch nachfolgende Behälterbelastungen wie durch das Etikettieren und/oder den Behältertransport beziehungsweise die -stapelung notwendig sein. Auch bei Produkten, deren Gebinde sich Zusammenziehen können, kann die Flüssigstickstoffdosierung diese meistens unerwünschte Erscheinung verhindern. Der gewünschte Effekt der Sauerstoffverdrängung und des Druckaufbaus in Behältern wird durch die enorme Volumenzunahme des verdampfenden Stickstoffs erreicht. Dies erlaubt das Verdrängen des Luftsauerstoffs in Kopfräumen von Gebinden auf Werte von bis zu weniger als einem Prozent Restsauerstoff. Der Stickstoffverbrauch hängt vom zu spülenden Volumen, vom akzeptierbaren
Restsauerstoffgehalt, von der zur Verfügung stehenden Verdampfungszeit ebenso wie von der Art des Behälters beziehungsweise
des erwünschten Behälterinnendrucks ab.


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