Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
Verpacken: Ausgabe 04/2012, 12.04.2012

Kunststoffverpackungen mit Barrieretechnik

Verpackungen sollen ihren Inhalt vor äusseren Einflüssen schützen und die Haltbarkeit erhöhen. Für die Realisierung dieser Anforderungen sind Kunststoffverpackungen mit dauerhaften Barriereeigenschaften erforderlich.

Seit Lebensmittel verpackt werden, ist die Kenngrösse der Haltbarkeit ein wichtiger Einflussfaktor in der Entwicklung neuer Verpackungen. Kunststoff hat den Durchbruch für innovative Verpackungen schon lange geschafft. Aufgrund seiner relativ hohen Permeabilität (Gasdurchlässigkeit) eignet sich dieser Werkstoff nicht für extrem lange Haltbarkeitszeiten. Doch dank dem Mehrschichten-Barriereverbund ist nun ein Durchbruch gelungen.
Funktionelle Kunststoffverpackungen. Der veränderte Lebensstil vieler Verbraucher hinsichtlich kleinerer Verpackungsgrössen, Fertiggerichten und Tiefkühlnahrung treibt die Innovation für neue Verpackungen an. Die längere Haltbarkeit der Lebensmittel hat hier eine übergeordnete Bedeutung. Durch dünnere und leichtere Materialien steigt der Nachfragedruck zu funktionellen Kunststoffverpackungen, deren Barriereeigenschaften laufend verbessert werden müssen. Des Weiteren tragen die gesetzlichen Vorgaben und die Ziele der Lebensmittelindustrie für längere Haltbarkeitszeiten dazu bei, definierte Barriereeigenschaften bei Verpackungen umzusetzen. Zusätzliche Anforderungen an Hygiene und Schutz gegen äussere Einflüsse treiben die Verpackungsindustrie an, neue Lösungskonzepte zu entwickeln. Netstal und ihre Business Unit PAC tragen mit ihrem neuartigen und patentierten System diesen Anforderungen Rechnung.Die drei Partnerunternehmen Netstal-Maschinen AG und Glaroform AG aus der Schweiz sowie die Ilsemann Automation aus Deutschland arbeiten daran, bestehende Verpackungen mit Barriereeigenschaften durch hochwertige, ökonomisch und ökologisch herstellbare, wiederverschliessbare Kunststoffverbundlösungen zu ersetzen. Dazu entwickelten die Unternehmen eine Substitution als Mehrschichten-Barriereverbund.
Mehrschichten-Barriereverbund. Das Innovative dieser neuen Verpackungslösung ist eine Barrierefolie, die zwischen eingespritzten Kunststoffschichten liegt. In einem ersten Schritt wird eine dem fertigen Behälter ähnliche, vorgeformte Barrierefolie aus Metall oder Kunststoff mit niedriger Permeabilität eingelegt. Im zweiten Schritt wird auf der Aussenseite des Behälters eine erste Kunststoffschicht, im nachfolgenden Schritt auf der Innenseite eine zweite Kunststoffschicht an die Barrierefolie angespritzt. Der spezifische Aufbau des Mehrschichten-Barriereverbundes sorgt dafür, dass die Barrierefolie einerseits vor Beschädigungen von aussen geschützt ist und andererseits nicht mit dem zu verpackenden Produkt in Berührung kommt. Als zusätzlicher Vorteil lässt sich diese Verpackung auch mit In Mould Labeling versehen. Das gleiche Verfahren bietet sich zudem für den dazugehörenden Deckel an. Eine weitere Neuerung des Mehrschichten-Barriereverbundes ist der nicht auftretende «Retort Shock» bei der Sterilisierung der Lebensmittel in Autoklaven. Dieser «Retort Shock» entsteht durch das nachträgliche Abfallen der Barriereeigenschaften von Verpackungen aufgrund der Wasseraufnahme des Kunststoffes bei der Sterilisation.

» Lesen Sie mehr darüber in der aktuellen Ausgabe LT 4/12.