Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
Verfahrenstechnik: Ausgabe 05/2012, 10.05.2012

Präzision am laufenden Band

Dosier- und Abfüllprozesse verlangen präzise Anlagen und Waagen. Die schonende Dosierung zerbrechlicher Produkte und hohe Durchsatzvolumina bei kompakter Baugrösse sind nur einige der Anforderungen, die die Lebensmittelindustrie an die Technik stellt.

Erfolgreiche Lebensmittelhersteller sind kreativ bei der Gestaltung ihrer Rezepturen sowie der Verwendung von Rohmaterialien und halbfertigen Erzeugnissen. Sie reagieren damit auf die wechselnden Marktbedürfnisse und gehen auch Modetrends von Konsumenten nach. Daraus lassen sich die Rahmenbedingungen für die Ausführung der Produktionsprozesse und Maschinenausführung ableiten. Auch bei Dosierprozessen müssen Unternehmen mehrere Punkte beachten. So liegen die zu verarbeitenden Schüttgüter in unterschiedlichen Formen vor. Das Spektrum reicht von pulvrig bis grobkörnig, stückig bis hin zu Flake-artig. Flakes, extrudierte Produkte und Cerealien verlangen viel Schonung bei der Behandlung. Die Volumina der zu verarbeitenden Produkte sind bei Flakes und stückigen Produkten wie z. B. Bonbons gross. Oftmals sind auch die Platzverhältnisse beschränkt. Platzsparende Dosierlösungen ergeben dann mehr Freiheiten bei der Planung der Produktionsanlage. Nicht zuletzt muss der Produktwechsel einfach sein und die Reinigung der Dosiergeräte rasch und in kurzer Zeit erfolgen.
Anwendungsvielfalt für Bandwaagen. Diese Anforderungen ergeben die typische Anwendungsgebiete für eine Bandwaage. Einen wesentlichen Vorteil gegenüber Spiraldosierer bietet eine Bandwaage immer dann, wenn stückige und brüchige Produkte dosiert werden müssen. In der Lebensmittelbranche sind dies beispielsweise Nüsse, Bonbons, Hafer- Weizen- und Gerstenflocken, Cornflakes und vieles mehr. Die geringe Laufgeschwindigkeit des Bandes übt kaum eine mechanische Beanspruchung auf das Gut aus.
Dem Ruf als wirtschaftliches Dosiergerät trägt die Bandwaage in einem ganz anderen Bereich Rechnung. Der Einsatz einer Bandwaage ist prädestiniert, wenn enge Platzverhältnisse gegeben sind. Eine Bandwaage kann direkt unter einem Speicher installiert werden, was weitere Zuführsysteme überflüssig macht. Das macht die gesamte Anlage kompakter und durch den Wegfall von zusätzlichen Komponenten auch günstiger in der Anschaffung und im Betrieb.
Betriebe setzen Bandwaagen häufig für die kontinuierliche Dosierung von verschiedenen Komponenten vor einem Mischer ein. Dosiert die Bandwaage mehr als drei Komponenten, eignet sich meistens ein Sammel- und Transportband für die Zuführung der Rohstoffe.
Produktivität als Schlüssel zur Wirtschaftlichkeit. Eine Produktionsanlage erzeugt nur dann Wert, wenn sie läuft. Steht sie still, entstehen Kosten. Betriebszuverlässigkeit, hohe Verfügbarkeit, kurze Reinigungszeiten, kurze Unterhaltssequenzen bei Bandwechsel sind deshalb gefragte Eigenschaften.
Bei einer Produktionslinie mit häufigen Rezepturwechseln oder erhöhten hygienischen Anforderungen fallen entsprechend viele Reinigungsarbeiten an. Eine ergonomische und anwenderorientierte Bauweise ist hierbei der Schlüssel zu effektivem Arbeiten und wirtschaftlichem Erfolg. Nur wenn sämtliche zu reinigenden Teile hygienisch konstruiert, gut zugänglich und schnell auswechselbar sind, kann eine solche Anlage wirtschaftlich arbeiten.
Konstruktive Details für kürzere Reinigungszeiten. All diesen Punkten schenkten die Entwickler der neuen Gericke-Bandwaage die nötige Aufmerksamkeit. Bei der Konzeption achteten die Experten darauf, wenig Teile zu verwenden, damit die Oberflächen frei und zugänglich sind. Ausgangspunkt dabei ist eine stabile Rahmenkonstruktion des Gehäuses. Diese erlaubt auch die Integration von beidseitigen, grossflächigen Sichtfenstern. Damit erfüllt die Bandwaage die Anforderungen zur optischen Kontrolle. Glatte und ebene Oberflächen sowie eine leichte Zugänglichkeit zu allen Teilen innerhalb der Waage lassen eine einfache und schnelle Reinigung zu. Die Bandaufhängung ist ausgeklügelt konzipiert. Ein Bandwechsel erfolgt mit wenigen Handgriffen. Dazu ist weder die Demontage des Antriebs noch ein Herausziehen des Bandschlittens notwendig. Die Lösung von Gericke erlaubt dem Bedienpersonal nicht nur einen schnellen Bandwechsel, der Vorgang selber erfordert keine besonderen technischen Kenntnisse des Bedienpersonals, das sich schnell einarbeiten kann.

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