Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
Verpacken: Ausgabe 09/2012, 05.09.2012

Komplexe Technik für perfekte Verpackungen

Mit Tiefziehmaschinen können Lebensmittelproduzenten die Verpackung exakt auf ihre Produkte anpassen. Mit Vakuum oder modifizierter Atmosphäre verpackt, garantieren Hartschalen und Beutel die Haltbarkeit der verpackten Lebensmittel.

Schalen oder Beutel sind gängige Verpackungen für die Lebensmittelindustrie. Für die individuelle Gestaltung dieser Schutzhüllen eignen sich Tiefziehmaschinen, deren Gestaltung und Werkzeug auf die spezifischen Anforderungen des jeweiligen Unternehmens konfigurierbar sind. Eine Innovation im Bereich der Tiefziehmaschinen ist die i-Series des Verpackungsspezialisten VC999.
Gleichbleibende Spannung. Zur Formung der Schalen oder Taschen ist ein konstanter Zug der Verpackungsfolie notwendig. Unabhängig davon, ob die Folienrolle voll oder halb leer ist, sorgt die servogesteuerte Unter- und Oberfolienabwicklung für die optimale Spannung während des Arbeitsprozesses. Die servogesteuerte Abwicklung erlaubt es, den wechselnden Einsatz von weichen, dünnen oder dicken Folien mit der gleichen Einstellung zu fahren.
«Unsere i-Series verarbeitet alle am Markt gängigen Folienstärken, ohne dass der Betriebstechniker Einstellungen am Werkzeuglift anpassen muss. Die Tiefziehmaschine stellt sich automatisch auf das zu verarbeitende Folienmaterial ein. Daher müssen unsere Kunden bei einem Wechsel der Folie keine neuen Einstellungen vornehmen. Der von uns eingesetzte Linearantrieb sorgt für die optimale Folienspannung während der Abwicklung», erklärt der Geschäftsführer Uriel Inauen.
LLP-Hubsystem. Zu den Besonderheiten der Tiefziehmaschine gehört das Werkzeughubsystem. Mit den drei Stufen «Lift», «Lock» und «Press» lassen sich Schalen oder Taschen mit einem deutlich höheren Druck formen, als es bei Tiefziehmaschinen bisher realisierbar war. Dafür hat der Verpackungsspezialist die Maschine mit mehrstufigen Zylindern ausgestattet, die das Werkzeug anheben (Lift), mechanisch blockieren (Lock) und mit hohem Druck (Press) die gewünschte Verpackung formen. Das programmierbare Hubsystem entwickelt dabei bis zu 15 Tonnen Schliesskraft. Das Aluminiumwerkzeug ist mit einem Unterteilersatz/Formatsatz ausgerüstet und als Negativform angelegt, womit sich Reliefs am Schalenboden leicht einprägen lassen.
Beladestation. Die tiefgezogenen Verpackungen lassen sich – je nach Automatisierungsgrad des Unternehmens –
manuell oder automatisch befüllen. Beispielsweise transportieren Bänder geschnittene Wurst- oder Fleischwaren vom Slicer zur Beladestation, sodass die Ware portionsgerecht in die Schalen gleitet. Da die Tiefziehmaschine im Batchbetrieb arbeitet, ist es für Mitarbeiter einfach, die Schalen auch manuell zu befüllen.
Siegelstation. Damit bei sensiblen Lebensmitteln wie Fleisch, Wurst oder Käse die vorgesehene Haltbarkeit garantiert ist, werden die befüllten Schalen vakuumiert. Hartschalenverpackungen lassen sich auch rückbegasen, wenn es das Lebensmittel erfordert. Zum Herstellen des Vakuums wird in der Vakuumkammer eine Oberfolie auf die Schalen gelegt, die dann mit Druck und Vakuum versiegelt wird. «Die Siegelstation ist mit dem gleichen LLP-Hubsystem ausgestattet wie das Formwerkzeug, da auch beim Siegeln hohe Drücke notwendig sind», so Inauen. Wenn Kunden es wünschen, lassen sich Folientechniken wie beispielsweise «easy peal» einfach integrieren. Das ist jedoch von der Maschine unabhängig.

» Lesen Sie mehr darüber in der aktuellen Ausgabe LT 9/12.