Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
Hygiene: Ausgabe 10/2012, 09.10.2012

Optimale Personalhygiene ist die halbe Miete

Personalhygiene ist ein Dauerbrenner in der Lebensmittelindustrie. Durch ungenügende Händehygiene können Mitarbeiter schnell zu einem Hygienerisiko werden. Richtiges Händewaschen und -trocknen ist daher das oberste Gebot für die Lebensmittelsicherheit.

Ein Sprichwort sagt: «Eine Kette ist immer nur so stark wie ihr schwächstes Glied.» Das gilt auch für die Lebensmittelsicherheit, die stark vom Hygienestatus innerhalb des produzierenden Betriebes abhängt. CIP-fähige Anlagen, Reinigungspläne und perfekt auf die Bedürfnisse angepasste Reinigungsmittel sind aber nur ein Teil. Der wohl wichtigste Aspekt betrifft den Menschen, denn der kann das sprichwörtliche schwache Glied in der Reinigungskette sein. Daher fängt die Lebensmittelsicherheit und die Betriebshygiene beim Menschen an.
Händehygiene. Ohne eine sorgfältige Händehygiene können Lebensmittelbetriebe die Sicherheit ihrer Produkte nicht gewährleisten. Dies aus dem einfachen Grund, weil sich auf dem ganzen Körper Bakterien finden, besonders aber auf den Händen. Da diese den meisten Kontakt zur Umwelt und damit zu anderen Oberflächen haben, nehmen Hände leicht Bakterien auf und übertragen sie auf andere Stellen. Bei mangelnder Hygiene können Hände gefährliche Kontaminationsquellen für Krankheitserreger sein. Im Umgang mit Lebensmitteln ist daher regelmässiges und gründliches Händwaschen und -trocknen das oberste Gebot.
Händetrocknen. Für die Lebensmittelindustrie sind Papierhandtücher eine hygienische Art, Hände zu trocknen. Jedoch sind der Materialverbrauch und die damit verbundenen Materialkosten nicht zu unterschätzen. Je nach Anzahl Mitarbeiter und dem individuellen Verbrauch von Papierhandtüchern kann das im Jahr schnell zu Kosten von rund 2000 Franken pro Handwaschstelle und mehr bedeuten. Eine umweltfreundliche und auch kostensparende Variante ist der elektrische Händetrockner. Damit sparen Lebensmittelproduzenten nicht nur Betriebskosten. Auch der Arbeitsaufwand des Personals reduziert sich, da dieses keine vollen Papierkörbe leeren und nicht mehr regelmässig die Spender auffüllen muss.
Elektrisches Händetrocknen. Bei den Händetrocknern können sich Unternehmen zwischen zwei Varianten entscheiden. Modelle, die mit einer Trocknungsschleuse ausgestattet sind, arbeiten mit einem starken Luftstrom, der das Wasser von den Händen bläst. Mit einer Trocknungszeit von zirka 10 Sekunden sind diese Geräte sehr effizient. Jedoch erzeugt der starke Luftstrom ein lautes Geräusch, das die Mitarbeiter auf die Dauer als akustische Belastung empfinden können. Zudem verursachen manche Trocknungsschleusen einen höheren Wartungsaufwand, da das Personal die Wasserauffangwanne regelmässig entleeren muss. Des Weiteren gehören das Durchspülen des Abflusses wie auch das Auswechseln der Filter zu den regelmässigen Wartungsarbeiten. Da sich in Trocknungsschleusen Staub und Haare ansammeln, gibt es allgemein einen grösseren Reinigungsbedarf.

» Lesen Sie mehr darüber in der aktuellen Ausgabe LT 10/12.