Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
Verpacken: Ausgabe 11/2012, 31.10.2012

Extra dünn, aber trotzdem stabil und stossfest

Dickenreduzierte Folien stehen oftmals im Verdacht, nicht so stabil und reissfest zu sein wie herkömmliche Folienverpackungen. Doch ein zweiter Blick lohnt sich, da die dünnen Schrumpffolien halten, was sie versprechen, und zudem einen Beitrag zum Umweltschutz leisten.

Umweltschutz und CO2-Foodprint sind Schlagworte, die im Bereich der Lebensmittelindustrie immer wichtiger werden. Viele Prozesse lassen sich mittlerweile dank moderner Systeme und Anlagen optimieren und umweltfreundlicher gestalten. Ein heikles Thema in diesem Zusammenhang sind jedoch Verpackungen, insbesondere Folienverpackungen. Obwohl sie keiner so recht will, sind sie trotzdem wichtig. Zum einen schützen sie Lebensmittel vor äusseren Einflüssen und erhöhen die Haltbarkeit. Zum anderen sind Folienverpackungen für die Logistik unerlässlich, da sich mit ihnen Verkaufseinheiten bündeln und Gebinde für den Transport sichern lassen. Wie also können Unternehmen Umweltschutz mit Hygienestandards und sicheren Transporten vereinen? Der Verpackungsspezialist Saropack hat mit dickenreduzierten Folien einen neuen Weg beschritten und damit ursprüngliche Gegensätze vereint.

«Hauchdünn» und trotzdem fest. Was wie die «Quadratur des Kreises» klingt, lässt sich einfach mit den bekannten Prozessen
produzieren. «Wir nutzen die Technik der Dünnfolien auch für den Polyethylenbereich, in dem bisher Foliendicken zwischen 40 und 80 µ dem Standard entsprechen. Allerdings verwenden wir Granulatmischungen, die es uns erlauben, die derzeitigen Folien in ihrer Dicke um mindestens 30 Prozent zu reduzieren. Dabei sind sie aber stärker und durchstossfester als herkömmliche Folien», erklärt Urs Stillhard, Vertriebsleiter bei Saropack.
Damit die dünnen Schrumpffolien auch halten, was der Hersteller verspricht, wählen die Fachleute die Polyethylen- und Polypropylengrundstoffe nach ihren Eigenschaften aus. Je nach dem ob die Folie später dehnfähiger oder durchstossfest sein soll, stellen die Verpackungsprofis das passende Kunststoffgemisch zusammen. Zudem verwendet der Hersteller verschiedene Additive, die die Materialeigenschaften verstärken. Auch wenn sich die dickenreduzierten Folien wegen der teureren Rohstoffe in einem höheren Preissegment bewegen, bieten diese Folien operativen Vorteil für Anwender.

Vorteile für die Lebensmittelindustrie. Im Vergleich zu den herkömmlichen Folienrollen lässt sich bei gleichem Aussendurchmesser mehr Folienmeter auf die Rolle legen. Damit bekommen Anwender mehr Folienfläche. Daraus ergibt sich weniger Rollenwechsel und damit auch weniger Maschinenstillstand, was zu einer höheren Produktivität führt. Obwohl Lebensmittelhersteller ihre Produkte nicht in «Kilogramm» einpacken, sondern in Folienfläche, hat es sich laut Stillhard in der Branche in den letzten Jahren so eingeschlichen, dass Einkäufer Folien nach Gewicht kaufen. «Bei den Schrumpffolien, die beispielsweise 30 Prozent dünner sind als die bisher verwendete Folie, ist aber der Preis pro Kilo nicht mehr relevant, da die Anwender mehr Fläche pro Kilogramm erhalten. Um wirklich vergleichen zu können, ist daher die gewonnene Fläche ausschlaggebend», so der Verpackungsspezialist. Auch wenn sich der Preis bei einer Dickeneinsparung von 30 Prozent aufgrund der teureren Rohstoffe nicht direkt um 30 Prozent reduziert, ergibt sich dennoch für die Kunden von Saropack ein finanzieller Vorteil.
Dazu kommt noch der umweltfreundliche Aspekt, da bei dünnen Schrumpffolien durch die Reduzierung der Dicke auch weniger Abfall anfällt. «Unsere Kunden müssen weniger Umverpackung entsorgen, haben weniger Paletten auf Lager und weniger Transporte. Damit lassen sich nicht nur Ressourcen schonen, sondern auch der logistische Aufwand reduzieren. Zudem sind diese Schrumpffolien für alle handelsüblichen Maschinen geeignet. «Anwender können mit unseren dickenreduzierten Folien auf bestehenden Ausrüstungen aufbauen. In 90 Prozent der Fälle haben wir sehr gute Resultate erzielt», sagt der Verkaufsleiter.

» Lesen Sie mehr darüber in der aktuellen Ausgabe LT 11/12.