Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
Materialfluss und Logistik: Ausgabe 11/2012, 31.10.2012

Optimale Lagerung für Frischkäsespezialitäten

Frischkäseprodukte wie Mozarella sind sensible Produkte. Um deren Qualität auch nach der Produktion garantieren zu können, sorgt im Hochregallager von Züger ein Warehouse-Management-System für den reibungslosen Materialfluss und damit für die Produktsicherheit.

Käsespezialitäten so weit das Auge reicht: Von laktosefreiem Biofrischkäse über Mozzarella-Herzli, Bratkäse, Mascarpone und Quark bis hin zu Mozzarella aus Büffelmilch reichen die vielfältigen Leckereien. Seit 1984 ist die Züger Frischkäse AG mit Sitz im schweizerischen Oberbüren auf das beliebte Milchprodukt spezialisiert und hat das Produktangebot stetig erweitert. Pro Jahr verlassen rund 10 000 Tonnen Käse, seit 2007 auch 2500 Tonnen Butter das Werk. In 2010 hat die Käserei rund 98 Millionen Liter Milch verarbeitet. Die Abnehmer sind zu je einem Drittel Industrieunternehmen, Gastronomieabholmärkte und Einzelhändler. Fünf Prozent des gesamten Käseexports der Schweiz entfallen auf den Mittelständler, mit steigender Tendenz. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, setzt der Milchverarbeiter auf die Unterstützung der Westfalia. «In den vergangenen Monaten haben wir am Firmensitz gemeinsam ein Hochregallager für die Lagerung von Rohstoffen, Fertigwaren, Kartonagen und Verpackungsmaterial realisiert», berichtet Werner Korwes, Bereichsleiter Service & Support. Spezielle Kundenwünsche, Sonderproduktionen und kleinere Chargen verlassen nun stets zügig das Gelände. «Diese Investition zahlt sich aus. Das Lager läuft optimal, und wir gewinnen durch den reibungslosen Materialfluss viel Flexibilität für die Entwicklung von besonderen Produkten», freut sich Markus Züger.

Automatisches Hochregallager. Bereits vor drei Jahren begannen die Überlegungen, den Standort auszubauen.
«Die ersten Gespräche zeigten, dass sich das Unternehmen einen deutlichen Leistungszuwachs von rund 30 Prozent vorgenommen hatte. Das automatische Lager soll diese Veränderungen auffangen», erinnert sich Vertriebsleiter René Giger. Die Westfalia setzte dieses Vorhaben durch bewährte Technologien, ein umfangreiches Materialflusssystem sowie die Lagerverwaltungssoftware «Savanna.NET», die das gesamte Lösungsangebot abrundet, in die Tat um. Baustart dieses Projekts war im Dezember 2009. Das automatische Hochregallager erstreckt sich in luftige Höhen. «Aus Platzmangel befindet sich die Anlage nun etwa zwölf Meter über einem bereits bestehenden Gebäude», erklärt der Projektmanager und Bereichsleiter Werner Korwes. Ein Grund hierfür ist laut Markus Züger der hohe Grundstückspreis in der Schweiz. Deshalb produziert das Unternehmen in mehreren Produktionsbereichen auf verschiedenen Ebenen, die über Förderschächte sowohl untereinander als auch mit dem neuen Hochregallager verbunden sind. «Die Fördertechnik nutzt Züger hier als umfangreiches Materialflusssystem, mit dem Ladungsträger zum Beispiel von einer Produktionsstelle zum externen Blocklager gebracht werden können», beschreibt Westfalia-Projektingenieur Andreas Plantholt die vielfältige Nutzung der Technik.

» Lesen Sie mehr darüber in der aktuellen Ausgabe LT 11/12.