Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
Anlagen- und Apparatebau: Ausgabe 12/2012, 30.11.2012

Energiekosten senken und Produktion steigern

Dank eines Wärmetauschers gelingt es Emmi, ihre Wärmerück­gewinnungsqoute um 3 Prozent zu steigern und ihre Energiekosten bei der Pasteurisation nachweislich um 10 Prozent zu senken. Zudem freut sich der Milchverarbeiter noch über weitere Vorteile.

Der Schweizer Milchverarbeiter Emmi stellt in Landquart seit 1993 vornehmlich Raclette-Käse her. Um die Energiekosten zu reduzieren und zeitgleich die bereits am energetischen Limit fahrende Käseproduktion weiter steigern zu können, hatten die konzerneigenen Anlagenbauer den Milchpasteur ins Visier genommen. Ihren Berechnungen zufolge müssten sie die Wärmerückgewinnungsquote im Pasteurisationsprozess «nur» von 91 auf 94 Prozent steigern, um den gewünschten Effekt erzielen zu können. Das Problem: Mit gängigen Milchpasteuren war diese gewünschte Konstellation aus hohem Wärmerückgewinnungsgrad, Temperaturprogramm und hohem Volumenstrom schlichtweg kaum erreichbar und strapazierte die physikalischen Grenzen. Deshalb betrat das Unternehmen Neuland und installierte bei der Milcherhitzung einen NT-100X-Plattenwärmetauscher von GEA als mehrstufigen Pasteur. Ein Apparat, der im Lebensmittelsegment bisher vor allem in der Brauindustrie zum Einsatz kam und hier seine Stärken ausspielte.

Einsparpotenzial. Das war 2008. Seither spart Emmi in dem Werk nahe Chur nachweisslich 10 Prozent an Energiekosten bei der Pasteurisation. Gleichzeitig konnte der Käsehersteller den Durchlauf von 12 000 auf 15 000 Liter pro Stunde anheben. Zudem erhöhte der Konzern seine Produktionskapazitäten und den Durchlauf aktuell noch einmal auf 25 000 Liter pro Stunde und rüstete dafür den Plattenwärmetauscher mit einem weiteren Plattenpaket auf.
«Emmi ist seit jeher GEA-Kunde. Da GEA auf eine über 80-jährige Fertigungserfahrung von Milchpasteuren zurückblicken kann, hatten wir volles Vertrauen in die NT-Serie», sagt der Standortleiter. Und dies, obwohl es bis dahin kaum Erfahrungsberichte aus der Milchindustrie gab und der Plattenwärmetauscher (noch) nicht als Milchpasteur zertifiziert war. Entscheidend waren die technischen Spezifikationen. Und die überzeugten mit Blick über den Tellerrand hin zum Brauprozess, noch bevor der Apparat installiert war.

Durchdachte Konstruktion. Die gedichteten Plattenwärmetauscher der NT-Baureihe überzeugen mit einem patentierten OptiWave-Plattendesign: Trotz reduzierter Wärmeübertragungsfläche lässt sich die Leistung gleichsam erhöhen, was die Investitions- und Wartungskosten für den Kunden verringert. Die kompakten Apparate sind einfach zu installieren. Der mehrstufige NT-100X-Pasteur ist mit den innovativen, kleberlosen EcoLoc-Dichtungen bestückt. Diese Dichtungen können Mitarbeiter schnell und einfach auswechseln. Das verkürzt im Wartungsfall die Stillstandszeiten der Produktion auf ein Minimum. Daneben verfügt der PWT über ein selbst zentrierendes Plattenpaket, das den optimalen Sitz der Platten und damit die verlässliche Sicherheit bei der Milchpasteurisation gewährleistet.

» Lesen Sie mehr darüber in der aktuellen Ausgabe LT 12/12.