Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
Messtechnik: Ausgabe 12/2012, 30.11.2012

Weniger ist manchmal mehr

Manchmal hilft es, die Komponenten zu reduzieren, um den strengen Hygienevorschriften in der Lebensmittelindustrie besser gerecht zu werden. Ein Beispiel dafür ist eine Lichtschranke, die ohne separaten Reflektor oder Empfänger arbeitet.

Mit zunehmendem Wissen um immer neue Gefahren, die beim Umgang mit Lebensmitteln für den Verbraucher auftreten können, werden die Anforderungen, Regeln und Normen immer strenger. Für Lebensmittel verarbeitende Betriebe und deren Maschinenlieferanten gilt es also, immer auf dem aktuellsten Stand zu sein und alle Anforderungen zu erfüllen, um Zulassungen zu er- und behalten.
Einer dieser Lieferanten ist die Bizerba Gruppe: Sie stellt Waagen jeder Art her, auch für die Lebensmittelindustrie. 2010 etwa brachte Bizerba die dynamische Kontrollwaage CWP Neptune für Hygieneanwendungen auf den Markt: ein Checkweigher, konstruiert nach den Gestaltungskriterien der European Hygienic Engineering Design Group (EHEDG) unter Einhaltung der geltenden Maschinenrichtlinien.
Dabei setzt Bizerba seit einiger Zeit die «SmartReflect»-Lichtschranke von Baumer ein. Im Jahr 2011 hatte der Sensorhersteller diese Lichtschranke auf den Markt gebracht: Sie arbeitet ohne separaten Reflektor oder Empfänger – und reduziert damit auch beim Einsatz in der CWP-Neptune-Kontrollwaage weitere Komponenten, die Angriffspunkte in der Anlage darstellen könnten.

Und wie funktioniert das? Die Lichtschranken verwenden dabei ein beliebiges Maschinenteil als Reflektor. «Der Lichtstrahl wird durch die Reflexion des Lichts von einer beliebigen Oberfläche innerhalb des Erkennungsbereichs geschlossen», erläutert Sascha Schmid, Produkt Markt Manager Sensor Solutions bei Baumer. «Die Oberfläche kann dabei hell oder dunkel, aus Kunststoff oder Metall sein.»
Generell könne eine solche Lichtschranke in der Lebensmittelindustrie verschiedene Funktionen übernehmen: «In der Lebensmittelindustrie kommt dieser Sensor zum Beispiel im Abfüll-, Verpackungs- oder eben im Wiegeprozess zum Einsatz», so der Produktmarktmanager
weiter. Aber auch als Trigger-Signal, etwa bei der Qualitätskontrolle, sei diese Technik denkbar oder bei transparenten Objekten wie Folien oder Flaschen. «Objekte, die als «Höchstschwierigkeit» für Lichtschranken gelten», erklärt Schmid. Einen Vorteil bietet die Technik zudem auch etwa bei beengten Platzverhältnissen, da kein Reflektor notwendig ist.

» Lesen Sie mehr darüber in der aktuellen Ausgabe LT 12/12.