Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
Qualitätssicherung und Analytik: Ausgabe 01/2013, 14.02.2013

Analyse von Salmonellen - Resultat nach einem Tag

Mit Salmonellen verunreinigte Lebensmittel sind Ursache für teils schwerwiegende Durchfallerkrankungen. Daher ist es für die Lebensmittelindustrie wichtig, schnell eventuelle Kontaminationen zu erkennen, um Gesundheitsrisiken für Konsumenten zu vermeiden.

Salmonellen sind in der Lebensmittelindustrie gefürchtete Erreger von Durchfallerkrankungen. Träger der
Salmonella spp. sind vor allem Tiere wie Geflügel, Schweine oder Rinder. Der Nachweis ist arbeitsintensiv und kann zur Bestätigung einer negativen Probe bis zu fünf Tage beanspruchen. Mit Screening-Methoden auf der Basis von Enzymimmunoassays (EIA) lässt sich der Nachweis beschleunigen und vereinfachen. Dadurch erleichtert sich die Arbeit von Unternehmen, die sich für die Analytik von Lebensmitteln spezialisiert haben.
Als Prüfstelle für die Analytik von Milch, Milchprodukten, weiteren Lebensmitteln, Wasser und Futtermitteln war es der BAMOS AG wichtig, schnelle Resultate zu bekommen, und sie wechselte deshalb bei der Analyse von Salmonellen auf das System BioMerieux VIDAS UP Salmonella (SPT). Mit dieser Methode bekommt das Unternehmen die Bestätigung eines negativen Resultats innerhalb von 24 Stunden. Ein positives Resultat müssen Laboranten mittels Referenzmethode bestätigten, was zusätzlich 2 bis 3 Tage dauert.

Prinzip. Die Methode ist ein automatisierter qualitativer Test, der auf einem rekombinanten Phagen-Protein-basierten Verfahren aufbaut. Dieses erlaubt den Nachweis von Salmonellen in Lebensmitteln, Tierfutter und Umweltproben aus der Produktion (mit Ausnahme von Proben aus der Primärproduktion).
Salmonellen bilden eine komplexe Antigengruppe mit mehr als 2400 Serotypen, die sich durch lipopolysaccharid artige somatische Antigene und Proteinantigene der Bakteriengeisseln unterscheiden. Sowohl bewegliche als auch nicht bewegliche Salmonella sind belegbar. Der Nachweis von Salmonella-Rezeptoren erfolgt mit der ELFA-Methode (Enzyme Linked Fluorescent Assay). Der Test ist auf einem Gerät der VIDAS-Familie durchführbar. Dieses führt alle Reaktionsschritte automatisch durch und analysiert nach Beendigung des Tests automatisch die Ergebnisse. Für jede Probe wird ein Testwert errechnet, und mit gespeicherten Referenzwerten (Grenzwerten) verglichen. Das Ergebnis jeder Probe interpretiert das Gerät als positiv oder negativ.
Bakteriophagen, eine der häufigsten Lebensformen auf der Erde, sind Viren, die ausschliesslich darauf spezialisiert sind, Wirtsbakterien zu erkennen und zu infizieren. Phagen haben sich in mehr als einer Milliarde Jahren mit Bakterien in einem co-evolutionären Prozess entwickelt und sind in der Lage, in extremen Umgebungen, wie im Erdboden, in
Tierabfällen und im Darmtrakt, zu überleben. Forschungen zeigen, dass Bakteriophagen, die in mikrobiellen Testsystemen verwendet werden, zahlreiche Vorteile bieten, wie eine hohe Spezifität und Bindekapazität. Phagenproteine haben in vielen verschiedenen Anwendungen eine robuste Leistungsfähigkeit gezeigt, selbst wenn sie den anspruchsvollen und komplexen Lebensmittelmatrizes ausgesetzt sind.

» Lesen Sie mehr darüber in der aktuellen Ausgabe LT 1-2/2013.