Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
Branchenfokus: Ausgabe 03/2013, 11.03.2013

Algen – der neue Star in einem Wellnessgetränk

Spirulina ist eine Mikroalge, die bisher meist nur in getrockneter Form als Tabletten, Kapseln oder Pulver als Nahrungsergänzungsmittel auf dem Markt ist. Zwei Schweizer Wissenschaftler machen jetzt aus der frischen Alge ein neues Wellnessgetränk.

Die Natur hält Schätze bereit, die oft klein und unscheinbar aussehen, aber für die menschliche Ernährung einen wertvollen Beitrag leisten. Eine Perle aus dieser Schatzkammer ist die mal gerade 0,3 mm lange wendelförmige, blaugrüne Alge Spirulina. Ihre zahlreichen Inhaltsstoffe wie beispielsweise Vitamine, Mineralstoffe, Phytopigmente und Antioxidantien sind bei Völkern – in deren Regionen die Mikroalge natürlich vorkommt – bereits seit Jahrhunderten bekannt. Auch in unseren Breitengraden gewinnt Spirulina an Bekanntheit, allerdings meist in getrockneter Form als Tabletten, Kapseln oder Pulver. Zwei innovative Unternehmer haben sich der Alge gewidmet und mit frischer Spirulina ein Wellnessgetränk entwickelt, das seit Kurzem auf dem Markt ist.

Auf die Mischung kommt es an. Um aus der Alge ein wohlschmeckendes Getränk zu machen, probierten die Gründer der Firma SpirAlps, Dr. Frederic Dubois, Chemiker, und Yannick Lesbros, Biologe, verschiedene Rezepturen, die sie in qualitativen Marktstudien getestet haben. Das Resultat ist eine Mischung aus frischer Spirulina, Pfirsich- und Apfelmus sowie einem Extrakt aus fünf verschiedenen Alpenkräutern. «Für uns war es wichtig, die Algen als frische Zutat zu verwenden, da sie zum einen so besser schmecken und zum anderen ihre Inhaltsstoffe behalten, die beim Trocknungsvorgang zu einem beträchtlichen Teil verlorengehen würden», erklärt der Chemiker.

Natürliche Zutaten. Die handelsüblichen Spirulinaalgen stammen hauptsächlich aus China, Thailand, Indien und Hawaii, wo sie meist in offenen Teichen gezüchtet werden. Diese Produktionsmethode stellt aber nicht immer eine gleichbleibende Qualität sicher, da die Teiche Umwelteinflüssen ausgesetzt sind. Für ihr Getränk Spiralps wollten die beiden Unternehmer jedoch Topqualität und sind in Deutschland fündig geworden. Spirulina wird hier nicht in offenen Teichen, sondern in einem geschlossenen System, den sogenannten Photobioreaktoren, gezüchtet. Dadurch lässt sich die Algenqualität optimal kontrollieren und Kontaminationen von aussen lassen sich verhindern.
Auch bei den verwendeten Früchten legen die beiden Wissenschaftler Wert auf hohe Qualität und Regionalität. So stammen die Äpfel und Kräuter aus der Schweiz. «Bei den Pfirsichen müssen wir allerdings auf ausländische Früchte ausweichen, da diese nicht in ausreichenden Mengen in der Schweiz vorhanden sind. Daher haben wir uns in Spanien einen Partner gesucht, der uns die Pfirsiche in der gewünschten Qualität produzieren und liefern kann», so Dubois.

» Lesen Sie mehr darüber in der aktuellen Ausgabe LT 3/2013.