Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
Anlagen- und Apparatebau: Ausgabe 03/2013, 11.03.2013

Ein grosser Schritt im Zerkleinerungsprozess

Zerkleinerung von Tiefkühlware stellt Unternehmen teilweise vor grosse Herausforderungen. So sollen die Produkte die passende, homogene Grösse haben. Mit einem Nibbler können Betriebe nicht nur ihre Produkte zerkleinern, sondern zugleich auch Kalibrieren.

Bei der Produktion von Lebensmitteln sind viele Schritte notwendig, damit aus verschiedenen Zutaten später das gewünschte Resultat entsteht. Einer dieser Prozessschritte ist das Zerkleinern. Die Firma Schweizer Getränke AG Obermeilen verarbeitet als Anbieter von Fruchtzubereitungen, Getränkegrundstoffen und Aromen Früchte und Beeren zu verschiedenen Produkten und muss daher sensible Rohstoffe in die richtige Grösse bringen. Doch statt ihre Rohware einfach nur zu schneiden, nutzt das Unternehmen einen Nibbler zur Kalibrierung von Früchten und Beeren. «Nibbler kannte ich hauptsächlich aus der Zuckerverarbeitung. Dass sich solche Geräte auch zum Zerkleinern von Früchten verwenden lassen, wurde mir erst bewusst, als wir unser Engagement im Konfitürensektor ausweiteten», erzählt Markus Kick, Leiter Betrieb und Technik von Obermeilen. Zur Verarbeitung seiner sensiblen Rohware entschied sich das Unternehmen für ein Gerät von Gericke.

Auf der Suche nach dem richtigen Mass. Als Verarbeiter von Früchten braucht das Unternehmen für die unterschiedlichen Verarbeitungsprozesse seine Rohware in unterschiedlichen Grössen. Schneidemaschinen sind daher durchaus sinnvoll, doch diese sind störanfälliger, sodass Obermeilen lieber einen Nibbler zur Zerkleinerung der Früchte einsetzt. Auch wenn sich das Unternehmen damit auf ungewohntes Terrain begab, haben die Verantwortlichen den Schritt nicht bereut. Die anfänglichen Versuche mit dem Nibbler aus der Konfitürenherstellung waren erfolgversprechend, und es zeigte sich, dass das Unternehmen die wertvollen Naturprodukte schonend verarbeiten kann. Zwetschgen, Aprikosen, Erdbeeren und Maroni sind nur ein kleiner Ausschnitt aus der zu verarbeitenden Produktpalette. Bei der Zerkleinerung müssen die Mitarbeiter nicht nur auf die Besonderheiten der Früchte achten, sondern auch auf den Gefriergrad, der einen entscheidenden Einfluss auf die resultierende Korngrösse beim Zerkleinern hat. Durch systematische Tests legten die Produktionsverantwortlichen spezifische Verarbeitungsprozesse für jedes einzelne Ausgangsprodukt fest. «Wir mussten zu Beginn mit sämtlichen Produkten Erfahrungen sammeln. Ein grosser Vorteil war für uns, dass wir auf verschiedene Leihsiebe von Gericke zurückgreifen konnten», erinnert sich Kick. So konnten die Verantwortlichen für jedes Produkt die richtige Siebgrösse ermitteln. Heute besitzt Obermeilen ein passendes Sortiment an Siebeinsätzen, mit denen das Unternehmen die komplette Produktpalette abdecken kann.

Der Nibbler als Universalgerät. Ursprünglich für die Zerkleinerung von Agglomeraten und Klumpen konstruiert, lassen sich Nibbler in unterschiedlicher Weise verwenden. «Als Faustregel gilt: Der Nibbler eignet sich für alle Materialien, die sich mit dem Schuhabsatz zerdrücken oder zerschlagen lassen.» So beschreibt Markus Gericke, CEO der Gericke Gruppe, das Anwendungsgebiet der Nibbler. Rotierende Schläger drücken das Material im Inneren des Nibblers gegen den Sieb- oder Raffeleinsatz. Dabei wirken Schneid- und Scherkräfte auf das Produkt, sodass es nicht gemahlen wird, sondern an der schwächsten Stelle bricht. Auf diese Weise beeinflusst der Zerkleinerungsprozess die Eigenschaften des Produkts nicht.

» Lesen Sie mehr darüber in der aktuellen Ausgabe LT 3/2013.