Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
Verfahrenstechnik: Ausgabe 04/2013, 07.04.2013

Beheiztes Sprühsystem sorgt für süsse Hüllen

Der Auftrag dicker Schichten aus Schokolade oder Zucker ist für die Technik eine Herausforderung. Damit kleine Temperatur­schwankungen keine grossen Probleme verursachen, haben Spezialisten ein doppelwandiges, beheiztes Sprühsystem entwickelt.

Glänzend, süss und meist mit knackigem Inhalt sind dragierte und überzogene Süssigkeiten die pure Versuchung, der Konsumenten gerne nachgeben. Damit Nüsse, Bonbons oder Cerealien ihre süsse Hülle bekommen, ist eine durchdachte Technik nötig. Das beheizte Sprühsystem «AccuCoat» sorgt nicht nur für einen glänzenden, farbigen Überzug, sondern verhindert auch unnötigen Materialverlust während des Coatens.
Technisches Know-how. Die Experten von SSCO-Spraying Systems wissen, worauf es beim Coaten von Lebensmitteln ankommt: «Das Wichtigste ist die gleichbleibende Temperatur des Mediums. Wir wollen den Materialverlust auf ein Minimum beschränken, weshalb wir auf konstante Temperaturen achten. So müssen Betreiber bei einem Unterbruch das System nicht sofort abstellen», erklärt der Sales Engineer René Bosshard. Das Geheimnis liegt in der doppelwandigen Ausführung des kompletten Systems. So fliesst innen das Sprühmedium, das von aussen durch heisses Wasser immer auf dem gleichen Temperaturniveau gehalten wird. «Das komplette System unterliegt so nur minimalen Temperaturschwankungen. Die Düse versprüht nur dann Material, wenn sie pneumatisch oder elektrisch aktiviert wird», sagt der Experte.
Um Verstopfungen an den Düsen zu verhindern, bietet der Hersteller noch Schliess- beziehungsweise Reinigungsnadeln an. Absperrnadeln halten die Sprühdüsen so lange geschlossen, bis ein Impuls die Nadel per Druckluft oder elektrisch öffnet. Bei problematischem Gut, das beispielsweise Partikel enthält – wie etwa Schokolade mit einem hohen Feststoffanteil –, bieten sich sogenannte Reinigungsnadeln an. Der Unterschied zur Absperrnadel ist ein Aufsatz an der Spitze der Reinigungsnadel. Dieser Fortsatz durchstösst die Düse und hält den Dosierkanal bei jedem Aktivieren frei. Wann welche Nadel zum Einsatz kommt, hängt von den Kundenwünschen ab, welches Sprühmedium zum Einsatz kommt und wie hoch die Gefahr des sogenannten Cloggings ist.
Zur Reinigung lässt sich die Anlage in den CIP-Kreislauf integrieren. Dazu unterbrechen Anwender den Schokoladenkreislauf, indem sie einfach die flexiblen Schläuche umhängen und in den Reinigungszyklus einbinden. Für diesen Zweck hat der Produzent ein T-Stück eingebaut, dank dessen sich die Schläuche in den jeweiligen Kreislauf integrieren lassen. Um die Sprühdüsen zu reinigen, können Betreiber diese entweder in den CIP-Kreislauf einbinden oder nur durchspülen. Auch Gegenspülen von vorne ist kein Problem. Welche Reinigung die richtige ist, bestimmt zum einen die Anwendung und zum anderen, wie heikel das verwendete Produkt ist.

» Lesen Sie mehr darüber in der aktuellen Ausgabe LT 4/2013.