Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
Verpacken: Ausgabe 04/2013, 07.04.2013

MAP-Verpackung aus erneuerbaren Rohstoffen

Verpackungen bestehen meist aus Verbundkunststoffen, die zwar Lebensmittel schützen, aber nicht besonders nachhaltig sind. Einem Verpackungsspezialisten ist es bei einer neuen MAP-Verpackung gelungen, den Kunststoffanteil drastisch zu reduzieren.

Sensible Lebensmittel wie aufgeschnittene Wurst, Käse, Lachsscheiben oder Rohschinken brauchen eine sichere Verpackung. Diese schützt vor äusseren Einflüssen und sorgt dafür, dass die geschnittenen Lebensmittel auch frisch bleiben. Unter modifizierter Atmosphäre (MAP) verpackt, behalten Wurst, Käse und Co. ihr schönes Aussehen und ihr typisches Aroma. Bisher waren solche MAP-Verpackungen aus erdölbasierenden Folien. Doch auch in diesem Bereich wachsen die Bestrebungen, nachhaltigere Materialien zu verwenden. Zudem nehmen immer mehr Unternehmen aus der Lebensmittelindustrie ökologische Ziele in ihr Leitbild auf, sodass Verpackungen aus nachwachsenden Rohstoffen vermehrt nachgefragt werden.
Verpackung aus erneuerbaren Rohstoffen. Die Verpackungsspezialisten von Packartis haben sich dieser Thematik schon vor Jahren gewidmet und eine Verpackungsfolie entwickelt, in der sie bis zu 80 Prozent des Kunststoffes durch erneuerbare Rohstoffe ersetzen können. «Wir wollten eine Verpackung machen, die angenehmer, freundlicher und handwerklicher ist. Das Ergebnis ist eine Tiefziehfolie, bei der wir – je nach Anforderung – einen Restkunststoffanteil von 20 Prozent haben», erklärt Christian Gubler, Geschäftsführer von Packartis. Die «ThermoCart»-Folie basiert auf Holz. Genauer gesagt auf Papier, das aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern stammt und FSC- und PEFC-Zertifikate vorweist.
Neue Folie, gleiche Verpackungsmaschine. Lebensmittelproduzenten können die Folie in die vorhandenen Verpackungsmaschinen einspannen, so wie für APET/PE- oder PVC/PE-Folien. Mit nur minimalen Veränderungen an den Maschineneinstellungen lässt sich die umweltfreundliche Folie für eine Schalentiefe von bis zu 18 mm einsetzen. «Karton liess sich bisher nicht so tief verformen wie Kunststoff, doch für geschnittene, tranchierte Produkte wie Bündnerfleisch, Rohschinken oder Salami ist die Folie bestens geeignet», so der Geschäftsführer.
Die Folie ist sowohl in der Breite als auch Dicke variabel und lässt sich an die Bedürfnisse der Kunden anpassen. Je nach gewünschter Verpackungsschale gibt es Maschinen zwischen 420 und 623 mm Breite. Bei der Dicke können Unternehmen zwischen 200 und 400 µm wählen. «Für easy opening stellen wir die Folie auch mit Peel her. Dazu integrieren wir in der Siegelinnenschicht ein Additiv, damit sich die Oberfolie bequem von der Schale trennt», sagt der Spezialist.
Zudem ist die umweltfreundliche Verpackung mit Flexo- und Tiefdruck vollflächig oder mit Bildern bedruckbar. Auch Aufschriften mit Inkjetverfahren sind kein Problem.

» Lesen Sie mehr darüber in der aktuellen Ausgabe LT 4/2013.