Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
Hygiene: Ausgabe 05/2013, 07.05.2013

«Wir tun alles für die besten Chips»

Die Umstellung der Produktion auf einen Mehrschichtbetrieb hat Auswirkungen auf die Reinigung. Damit diese auch ohne festgelegte Reinigungszeiten reibungslos funktioniert, vertraut der Chips­hersteller Zweifel auf die Reinigungsexperten von Halag Chemie.

Kartoffelchips haben eine grosse Fangemeinde. Gleichgültig ob als Snack bei Partys, abends vor dem Fernseher oder zu einem Grillfest – die knusprigen Chips schmecken immer. Zweifel Pomy-Chips produziert bereits seit 55 Jahren die knackig würzigen Kartoffelprodukte und hat im Laufe der Zeit die Produktion erweitert und immer wieder modernisiert. Seit 2012 hat das Unternehmen den Ein-Zwei-Schicht-Betrieb auf einen Zwei-Drei-Schicht-Betrieb ausgedehnt, was auch Auswirkungen auf die notwendigen Reinigungsarbeiten hat. «Bei unserem Zwei-Schicht-Betrieb konnten wir bei jedem Schichtwechsel die Produktion stoppen und unsere Anlagen komplett reinigen. Bei einer Produktion rund um die Uhr ist das aber nicht mehr so einfach, da wir die Stillstandszeiten der Anlage so kurz wie möglich halten wollen», erklärt Christian Knobel, Produktionsleiter bei Zweifel Pomy-Chips. Daher haben die Verantwortlichen des Unternehmens entschieden, das vorhandene Reinigungskonzept zu überarbeiten und an die geänderten Produktionsbedingungen anzupassen. Da bei solchen Anpassungen vieles zu beachten ist, hat der Produktionsleiter den langjährigen Partner Halag Chemie hinzugezogen. In enger Zusammenarbeit optimieren die beiden Unternehmen im Verlauf eines Jahres schrittweise das bestehende Reinigungskonzept.
Reinigungsworkshop. «Um Betriebsblindheit zu vermeiden und unser Optimierungspotenzial auszuschöpfen, woll-
ten wir einen externen Fachmann dazuholen, der mit offenen Augen schnell erkennt, was sich alles anpassen und ändern lässt», so der Produktionsleiter. Zudem war es dem Führungskreis wichtig, auch die Mitarbeiter in diesen Prozess aktiv einzubinden, da diese letztlich für die Reinigung verantwortlich sind. Auch wenn die Mitarbeiter ihr Handwerk verstehen und wissen, was sie tun, verhindert eine Auffrischung des Wissens Flüchtigkeitsfehler oder Unachtsamkeiten. Ein Teil des Projekts ist es daher,
gemeinsam mit den Zweifel-Mitarbeitern bewährte Prozesse zu hinterfragen und gegebenenfalls abzuändern. Hansruedi Rohrbach, Fachberater bei Halag Chemie, hat daher in Reinigungsworkshops die Mitarbeiter über Dauerbrenner bei der Reinigung informiert. Dabei war es dem Fachmann wichtig, nicht nur theoretisches Wissen zu vermitteln, sondern auch die Anwendung in der Praxis, weshalb der Workshop in der Produktion stattfand.
In praktischen Übungen konnten die Mitarbeiter gleich das Gehörte in die Tat umsetzen. Bei der Reinigung einer Maschine zeigte der Halag-Fachmann nicht nur die Vorteile moderner Reinigungsmittel, sondern ging auch auf Details im Reinigungsprozess ein. Einfaches Absprühen einer Oberfläche reicht eben nicht aus. Es kommt auch auf die richtige Technik an. So hat bereits der Sprühwinkel während des Einschäumens und beim Abspülen erhebliche Auswirkungen auf das Reinigungsergebnis. So können Mitarbeiter beispielsweise bei einem zu flachen Winkel Flächen, die oberhalb des Sichtbereichs liegen, nicht gut genug von Schmutz befreien, was auf die Dauer zu einem Hygieneproblem führen könnte.

» Lesen Sie mehr darüber in der aktuellen Ausgabe LT 5/2013.