Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
Kälte- und Lufttechnik: Ausgabe 06/2013, 06.06.2013

Konstante Temperaturen als Erfolgsfaktoren

Die Lagerhaltung von Lebensmitteln ist auf konstante Temperaturen angewiesen. Mit individuell angepassten Kälteanlagen können Unternehmen grosse Temperaturschwankungen vermeiden und die Produktqualität erhalten.

Klimatische Bedingungen sind besonders bei der Lagerung von Lebensmitteln wichtige Erfolgsfaktoren, denn konstante Temperaturen haben einen wesentlichen Einfluss auf die Frische und Haltbarkeit. Um für gelagerte Lebensmittel immer das optimale Umfeld zu erzeugen, nutzen Lebensmittelbetriebe Kälteanlagen, die mit Wasser oder Kältemittel Wärme aus den Lagerräumen entziehen. Welche Kälteanlage die Richtige ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab.
Wasser versus Kältemittel. Grundsätzlich stehen als Kühlmedium Wasser und Kältemittel zur Verfügung, doch müssen Betreiber verschiedene Aspekte berücksichtigen. Anlagen, die als Wärmeträger Wasser einsetzen, sind aufgrund des ungefährlichen Kühlmediums auf den ersten Blick eine umweltfreundliche Alternative, aber dafür müssen gewisse Voraussetzungen gegeben sein. So eignet sich Wasser hauptsächlich dann als Kältemittel, wenn bereits Wasser für andere industrielle Applikationen im Betrieb vorhanden ist. Auch der einfache Zugang zu ausreichend Wasser durch die Nähe zu einem See, Fluss oder eigenes Grundwasser sprechen für dieses Kältemittel. «Doch für wasserführende Anlagen müssen die baulichen Verhältnisse passen, denn diese Kühlanlagen brauchen Leitungen mit wesentlich grösseren Durchmessern», wie Bruno Bossart, Marketingleiter von TCA Thermoclima, erklärt. Bei Kältemittelanlagen erreichen Betreiber die gleiche Kühlleistung mit deutlich kleineren und dünneren Leitungen, da Kältemittel effizienter arbeiten.
Das Kältemittel der Zukunft. Doch dieses Kühlmedium unterliegt strengen Auflagen. «In den letzten 10 bis 15 Jahren hat sich aufgrund des Klimaschutzes viel bei den Kältemitteln geändert. So dürfen Betreiber rezyklierte HFCKW wie R 22 nur noch bis zum 31. Dezember 2014 zum Nachfüllen in bestehenden Geräten und Anlagen verwenden. Danach sind diese Kältemittel verboten. «Für die Industrie ist das problematisch, da noch viele Kälteanlagen mit R 22 arbeiten. Eine Alternative dazu ist das Kältemittel R 410A. Doch da es sich um ein Treibhausgas handelt und sein GWP (Global Warming Potential) bei 2088 liegt, soll auch dieses Kühlmedium mittelfristig abgelöst werden», so der Fachmann. «Das Kältemittel der nächsten Generation ist R 32, dessen GWP rund
25 Prozent des GWP von R 410A beträgt. Ob sich jedoch R 32 durchsetzt, muss sich erst noch zeigen.»
Auswahl der passenden Kälteanlage. Das wichtigste Kriterium ist jedoch nicht das Kühlmedium, sondern die geforderte Leistung. Diese hängt von den Anforderungen und dem Raum ab. Wenn ein Gerät zu gross angelegt ist, besteht die Gefahr, dass es zu pendeln beginnt. Dabei schaltet die Kühlanlage ständig ein und aus, was dazu führt, dass auch die Raumtemperatur pendelt. Ist ein Gerät zu klein ausgelegt, kann es die geforderte Leistung nicht erbringen.

Lesen Sie mehr darüber in der aktuellen Ausgabe LT 6/2013.