Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
Verpacken: Ausgabe 06/2013, 06.06.2013

Multitalentierter Preisauszeichner

Etiketten sind für Konsumenten und Lebensmittelproduzenten gleichermassen wichtige Informationsträger. Eine automatische Preisauszeichnungsanlage druckt nicht nur die notwendigen Informationen, sondern hilft auch, Fehlerquellen zu reduzieren.

Produktionsanlagen bestehen oftmals aus Geräten unterschiedlicher Hersteller. Für jede Aufgabe gibt es das passende Gerät. Zusammen ergeben beispielsweise ein Inspektionssystem, Verpackungsmaschinen und Preisauszeichner eine Einheit. Die jeweiligen Techniken entwickeln sich rasant und verursachen bei Produzenten einen kontinuierlichen Anpassungsbedarf. Investiert ein Unternehmen in ein neues Gerät, so sollte dieses zumindest für fünf Jahre mit der technischen Entwicklung der angrenzenden Anlage Schritt halten können. Bizerba hat daher seinen Preisauszeichnungsautomaten GLM-levo für die Zukunft entwickelt. Die modulare Bauweise erlaubt die individuelle Anpassung des Systems.
Wiegen und Etikettieren in einem Schritt. Der vollautomatische Preisauszeichner kann bis zu 200 Packungen pro Minute wiegen und etikettieren. «Bei der momentan in der Lebensmittelindustrie geforderten durchschnittlichen Durchsatzrate von 60 bis rund 130 Packungen pro Minute ist damit unser Preisauszeichner für die zunehmenden Anforderungen von Produktionslinien gerüstet», erklärt Cosimo Marongiu, Produktmanager Price Labelling Systems bei Bizerba. Wächst beispielsweise das Produktvolumen, müssen Unternehmen kein zweites Etikettiersystem installieren, sondern können zwei Verpackungslinien zusammenführen und mit einem Gerät auszeichnen lassen. Daraus ergibt sich für Lebensmittelproduzenten ein Potenzial, das sie schrittweise ausbauen und an ihr Produktionsvolumen anpassen können.
Kontrolle inklusive. Für die gleichbleibende Qualität der Etiketten ist das Visionsystem BVSevo verantwortlich. Das standardmässig eingebaute Kamerasystem überprüft mit einer automatischen Texterkennung, ob auf den Etiketten die richtigen Texte und das korrekte Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) aufgedruckt sind. Es kontrolliert auch die Position des Etiketts und kann optional eine Siegelnahtprüfung durchführen, um Verschmutzungen oder undichte Verpackungsstellen zu erkennen.
Das Vision-System ist auch in der Lage, beispielsweise das aufgedruckte MHD mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum, das im ERP-System des Unternehmens hinterlegt ist, zu prüfen. Zudem lässt sich das Vision-System zur Kontrolle von Barcodes nutzen. «Unser Kamerasystem prüft dabei nicht nur, ob der Code aufgedruck ist oder nicht, sondern ist auch in der Lage, den Barcode einzulesen. Unternehmen können damit den Inhalt des Codes lesen und die Daten mit Informationen aus einem übergeordneten System abgleichen», so der Produktmanager. Stimmen die Daten nicht überein oder ist ein Etikett unleserlich, scheidet der Preisauszeichner die Packung aus und protokolliert den Fehler.
Jeder Anwender legt für seine Anforderungen die Parameter individuell fest, die das Kamerasystem überprüft. Dabei kontrolliert das Vision-System auch mehrere Prüfkriterien gleichzeitig. «Das System ist von der Bedienbarkeit so angelegt, dass Unternehmen die Prüfparameter selber konfigurieren können», sagt der Experte.

» Lesen Sie mehr darüber in der aktuellen Ausgabe LT 6/2013.