Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
Prozessautomatisierung: Ausgabe 09/2013, 18.09.2013

Technische Intelligenz für sichere Prozesse

Moderne Anlagen und Maschinen sind in Lebensmittelbetrieben Standard. Die Verknüpfung mit der entsprechenden Informationstechnik unterstützt Betriebe bei der Automatisierung. Eine schrittweise Erweiterung der IT birgt mehr Vorteile, als bisher gedacht.

Die Zeiten, in denen die Lebensmittelindustrie hauptsächlich von Handarbeit geprägt war, sind schon lange vorbei. Dank moderner Technik laufen viele Anlagen mittlerweile automatisch, sodass Betriebsangehörige hauptsächlich Überwachungsaufgaben übernehmen. Damit die Technik jedoch «wie von allein läuft», bedarf es durchdachter IT-Programme. Ein Enterprise-Ressource-Planning-System (ERP) bildet den Rahmen und vereint viele Funktionen in sich. Es integriert unterschiedliche Unternehmensbereiche wie beispielsweise Beschaffung, Lager oder Produktion und verbindet die gesammelten Daten zu einem einzigen Informationsnetzwerk. Auch für das Qualitätsmanagement gibt es eine Software, mit deren Hilfe Lebensmittelbetriebe eine lückenlose Rückverfolgbarkeit und komplette Transparenz erreichen.

Qualitätsmanagement und Laborinformationssystem. In diesem Programm sind nicht nur Laborfunktionen hinterlegt, sondern es lassen sich auch Laborgeräte integrieren und die gewonnenen Daten ins System übernehmen. «Damit können Unternehmen beispielsweise Inprozesskontrollen während der laufenden Produktion durchführen», erklärt André Bürgi, Verkaufsleiter von CSB-System. Die Unternehmen bestimmen innerhalb der gesetzlichen Vorgaben selbst, welche Kontrollen für sie wichtig sind. Auf dieser Grundlage erzeugen Betriebe Prüfaufträge, die Produktionsmitarbeiter Inprozess oder nachgelagert im Labor (intern oder extern) bearbeiten.
Auf diese Weise ist jedes Ergebnis von der Warenannahme bis hin zum fertigen Produkt lückenlos dokumentiert und jederzeit abrufbar. Das Personal kann die Prüfaufträge automatisch – zeit- oder ergebnisgesteuert – oder manuell generieren. Durch die automatische Generierung lässt sich die Einhaltung des geforderten Prüfumfangs sicherstellen.
Der Zeitpunkt und die Anzahl der Prüfauftragsgenerierung kann zeit-, ereignis- oder mengengesteuert erfolgen. «Bei der mengengesteuerten Organisation legen Betriebe entweder eine bestimmte Stückzahl oder eine produzierte Menge wie beispielsweise 100 kg fest, nach welcher der nächste Prüfauftrag notwendig ist», so der Fachmann.
Das Labor wertet die Stichproben aus, deren Ergebnisse im System erfasst werden. Erst wenn alle Daten der erforderlichen Analysen vorliegen, gibt das System entweder die Charge für die weiteren Verarbeitungsschritte frei oder informiert die Verantwortlichen, wenn Daten nicht den Vorgaben entsprechen. «Die Warnhinweise zeigen genau, welche Daten abweichen. Somit können die Qualitätsverantwortlichen über das weitere Vorgehen entscheiden», so der Verkaufsleiter.

» Lesen Sie mehr darüber in der aktuellen Ausgabe LT 9/2013.