Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
Wissenschaft und Forschung: Ausgabe 12/2013, 03.12.2013

"Lebensmittel – Sie tragen die Verantwortung" - Teil I

Am 30. Oktober veranstalteten SGLWT und LT gemeinsam das Seminar für Studierende in Wädenswil. Rund 70 Teilnehmende haben sich einen Nachmittag lang mit Verantwortung befasst und sich von den namhaften Referenten das vielfältige Thema von verschiedenen Seiten näherbringen lassen. Der Praxisbezug war dabei für die angehenden Fach- und Führungskräfte besonders wichtig.

Lebensmittel sind sensible Güter, die durch technische Defekte oder menschliches Versagen schnell verderben und so zur Gefahr von Gesundheit oder gar Leben der Konsumenten werden können. Ein spektakuläres Beispiel von 1985 ist die Kontamination fettreduzierter Milch der Hillfarm-Molkerei in Chicago, die zur Erkrankung von 16 284 Personen und rund 5 Todesfällen führte. Das Problem war eine Rohrleitung im Verzweigungsbereich, die zur Kreuzkontamination zwischen unpasteurisierter und pasteurisierter Milch führte. Ein erst im August dieses Jahres Schlagzeilen machendes Ereignis betraft Danone. Dessen neuseeländischer Zulieferer Fonterra meldete, dass möglicherweise 38 Tonnen Milchpulverprodukte mit Bakterien kontaminiert seien, die eine lebensgefährliche Botulismus-Vergiftung auslösen können. Diese Meldung führte in 8 asiatischen Ländern dazu, dass die Produkte des französischen Unternehmens aus den Regalen genommen werden mussten. Auch wenn wenige Wochen später das neuseeländische Lebensmittelministerium Entwarnung gab, war der Schaden gross. So musste Danone seine Umsatzprognose für 2013 senken und für die Rückrufaktion mehr als 280 Millionen Euro bezahlen.
Der Umgang mit Verantwortung ist folglich keineswegs trivial. Denn ein Rückruf – ob nun berechtigt oder nicht – hat immer Auswirkungen. Welche, lässt sich kaum abschätzen und hängt von vielen Faktoren ab. Im Seminar haben die Referenten verschiedene Wege aufgezeigt und den Studierenden wertvolle Tipps für ihren späteren Berufsweg aufgezeigt.

» Lesen Sie mehr darüber in der aktuellen Ausgabe LT 12/13.