Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
Verfahrenstechnik: Ausgabe 01/2014, 11.02.2014

Geschwindigkeit in allen Unternehmensprozessen

Eine durchgängige IT und der hohe Automatisierungsgrad sorgen beim Frischkäseproduzenten Züger für schnelle, fehlerminimierte und reibungslose Prozessabläufe. Die CSB-Unternehmenssoftware deckt die Anforderungen milchverarbeitender Betriebe optimal ab.

Autor: André Bürgi Leiter Vertrieb

Die Züger Frischkäse AG aus dem schweizerischen Oberbüren ist ein traditioneller Familienbetrieb. Das 1850 gegründete Unternehmen hat sich auf die Produktion von verschiedenen Frischkäsevariationen wie Mozzarella, Quark, Ricotta und Mascarpone spezialisiert. 16 500 Tonnen Produktionsvolumen jährlich erreicht der innovative Betrieb und bekommt die Milch von 370 Bauern geliefert. Über 40 Prozent der Produkte exportiert das Unternehmen in die ganze Welt. Ein hoher Automatisierungsgrad und eine durchgängige IT-Lösung von CSB-System AG sind die Erfolgsfaktoren des Käsespezialisten, den die beiden Brüder Christof und Markus Züger führen.

Software unterstützt Wachstum.

Als Züger 1996 mit dem Aufbau einer industriellen Produktion auf der «grünen Wiese» begann, wählten die Geschäftsführer das System von CSB als Unternehmenssoftware. Diese deckt die Anforderungen Milch verarbeitender Betriebe optimal ab und ist bei Züger heute bereichsübergreifend eingesetzt. «Das CSB-System hat unser starkes Wachstum wirkungsvoll unterstützt und ist selbst immer mitgewachsen», sagt Cristof Züger. Der CEO kennt die Vorteile des integ­rierten Systems. «Wir profitieren heute von optimierten und automatisierten Geschäftsprozessen. Dadurch erreichen wir die Geschwindigkeit, die in der Milchbranche so wichtig ist.» Mittlerweile steuert die Software die Abläufe in der Verwaltung ebenso wie in der Warenwirtschaft: Beschaffung, Lager, Produktion, Absatz, FIBU, Personalwesen, Lohnabrechnung, Disposition, Personalplanung, Anlagenbuchhaltung und die Exportabwicklung im Intercompany-Geschäft. Alle relevanten Daten von der Warenannahme über die Produktion und die Lagerhaltung bis hin zur Kommissionierung und Auslieferung erfasst und verwaltet das Unternehmen direkt im System. Dazu gehören auch die Mindesthaltbarkeitsdaten der Frischkäseprodukte und die entsprechenden Los- und Chargennummern. Somit lässt sich eine durchgängige Rückverfolgung gewährleisten.

Automatisierte Ein- und Auslagerung.

Mithilfe des CSB-Systems modernisierte Züger 2012 seine Intralogistik: «Wir konnten diesen Bereich auf ein neues Level heben und sind heute in der Lage, flexibel und schnell auf Kundenanforderungen zu reagieren», erklärt Markus Züger, stellvertretender CEO. Basis ist eine Kombination aus Hochregallager und mobiler Kommissionierung. Aufgrund der hohen Grundstückspreise in der Schweiz produziert das Unternehmen in mehreren Produktionsbereichen auf verschiedenen Ebenen. Die Einlagerung der Produkte ins Hochregallager erfolgt an I-Punkten, die sich auf jeder Etage befinden. Grundlage hierfür sind die Palettenreferenz und die Produkt-EAN. Da jede Palette im CSB-System mit dem MHD und einer Losnummer verknüpft ist, wird das Lager nach dem First-in-First-out-Prinzip befüllt. Im Rahmen der Einlagerung sind einige Prüfschritte notwendig, die automatisiert im Hintergrund stattfinden beziehungsweise in denen Stammdaten der ERP-Software hinterlegt sind. So lassen sich zum Beispiel die Höhe der Palette und das maximale Gewicht kontrollieren. In den Stammdaten ist auch festgelegt, ob der Artikel zuerst einen Schnellkühlplatz anfahren muss, in welcher Hälfte des Lagers und in welcher Höhe er eingelagert wird. Letzteres richtet sich nach der Festigkeit des Artikels. Über definierte Schnittstellen kommuniziert der Lagerverwaltungsrechner mit dem CSB-System. Die Software ist für die automatische Auslagerung von Paletten als Nachschub für die Kommissionierung verantwortlich.

Hohe Zeitersparnis in der Kommissio­nierung.

Die Kommissionierung ist papierlos organisiert. Über eine drahtlose Verbindung lassen sich die Kundenaufträge direkt auf Touchpanels übertragen, die sich auf den Elektrohubwagen befinden. Das System zeigt am Bildschirm an, in welchem Bereich der Pickzone die Palette mit dem bestellten Produkt zu finden ist. Mitarbeiter scannen mittels Bluetooth-Scanner das Etikett der Palette, entnehmen die entsprechende Artikelanzahl und bestätigen die Pickmenge. Alle weiteren Vorgänge laufen automatisiert in der Software ab. Ist eine Palette leer, fordert das System automatisch eine neue Palette im Hochregallager an. «Der Nachschub auf der Pickzone ist dadurch immer gewährleistet und wir können Kundenaufträge schnell und effizient abarbeiten. Wir verzeichnen eine Zeitersparnis von 50 Prozent im Vergleich zu früher. Gleichzeitig haben wir die Fehlerquote minimiert», so Markus Züger.


Weitere Informationen:
CSB-System AG Schweiz