Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
Verpackung: Ausgabe 10/2014, 06.10.2014

Codekennzeichnung leicht gemacht

Die exakte Kennzeichnung ist bei hoher Produktionsgeschwindigkeit keine triviale Aufgabe. Damit sich ein- und zweidimensionale Codes trotzdem exakt platzieren und optimal drucken lassen, gibt es eine Gesamtlösung mit integriertem Drucker, Kamera und Software.

Automatisierte Produktionsanlagen bieten Unternehmen viele Vorteile: Sie können zum Beispiel in kürzerer Zeit mehr produzieren, die Fehlerquote senken und das Personal für andere Aufgaben einsetzen. Doch die erhöhte Produktionsgeschwindigkeit birgt auch Herausforderungen, und zwar für die Kennzeichnungstechnik. Diese muss sich an die Geschwindigkeit anpassen und Codes, Seriennummern oder Etiketten in höherer Geschwindigkeit exakt aufdrucken. Ein Produkt, das auch mit hohen Taktzahlen gut zurechtkommt, ist der Thermo-Tintenstrahldrucker 1050 von Markem-Imaje.

Durchdachte Technik.

Der Drucker eignet sich vor allem für die Kartonkennzeichnung in staubigen, feuchten und korrosiven Umgebungen. Aber auch Primärverpackungen wie kleine Blister- oder Einzelverpackungen sind für das Gerät kein Problem. Die bewährte Technik haben die Spezialisten für Produktkennzeichnung mit einem System erweitert, das Texte, Logos und Grafiken mit hoher Auflösung auch bei hohen Produktgeschwindigkeiten drucken kann. Eine Präzi­sionskontrolle der 600 separaten Tintendüsen in jedem Druckkopf gewährleistet die hohe Druckgeschwindigkeit und erlaubt die variable Auflösung zwischen 1 und 600 dpi für eine optimierte Kennzeichnung. «Mit der Technik können Unternehmen 2D-Codes wie auch einfache Logos drucken, wie sie für die Produktion nötig sind. Verbunden mit unserer Software können wir damit auch Lösungen für Promotional-Coding anbieten», erklärt der Operation Manager Frederic Blanc.

Kein Einzelgerät, sondern eine Gesamtlösung.

Das Zusammenspiel von Drucker, Software und einer Kamera macht aus dem Einzelgerät ein System, mit dem sich Arbeit einsparen lässt. Die Idee, die hinter dieser Gesamtlösung steckt, ist einfach: Die Fachleute wollen bei der Vorbereitung der Produktion und der Anpassung doppelte Arbeit vermeiden. In der Regel müssen Unternehmen zuerst den Drucker einstellen und dann in der Kamera die gleichen Informationen definieren. Die Einstellungen lassen sich individuell gestalten. Verantwort­liche sind so in der Lage, die Verpackungen unterschiedlicher Produktionen mit der jeweiligen Druckaufschrift zu versehen. Das bedeutet für die Kamera jedes Mal die Prüfung einer anderen Einstellung. Wenn sich Veränderungen beim Druck automatisch mit der Kamera verbinden lassen, dann vereinfacht sich die Arbeit dadurch wesentlich. «Fürs Drucken definieren Anwender ein Layout, mit dem sie bestimmen, was sie wo aufdrucken wollen. Die Verbindung von Drucker und Kamera sorgt dafür, dass die Kamera während der Produktion automatisch die nötigen Informationen erhält, was sie am Druckbild kontrollieren muss. Damit können wir eine 100-Prozent-Qualität erreichen, denn die Kamera weiss genau, was sie pro Produkt lesen soll. Damit sparen Unternehmen doppelte Arbeit, da sie die Informationen nur einmal eingeben müssen. Die Programmierung findet am Computer statt, der die Informationen an Drucker und Kamera weitergibt», so der Experte.

Gestochen scharf.

Für ein klares Erscheinungsbild und gute Lesbarkeit spielt auch die Tinte eine Rolle. Je nach Untergrund und dessen Beschaffenheit können Anwender zwischen wasser- oder alkoholbasierten Tinten wählen. «Wir können unsere eigenen Tinten anbieten und haben unser Produktportfolio erweitert. Damit sind wir nicht eingeschränkt oder abhängig von Anbietern der Standardtinten. Wir können die Tintenlösungen erweitern und deutlich mehr Varianten bei der Farbe – zum Beispiel Rot für den Aufdruck von Warnhinweisen – und den Tintenarten anbieten», so der Fachmann. Die TIJ-Wassertinte und die zwei solventbasierten Tinten, die für den Einsatz beim Thermo-Tintenstrahldrucker konzipiert sind, eignen sich für den Druck von Wellpappekartons, Trays und Papierbeuteln mit saugenden und halbsaugenden Trägermaterialien sowie OPP/PP-Folien.

Den richtigen Umgang lernen.

Um mit moderner Technik umgehen zu können, raten Experten zur Mitarbeiterschulung. «Wer unsere Tools gewöhnt ist, kann innerhalb weniger Stunden mit dem neuen System arbeiten. Doch wer im Umgang nicht versiert ist, braucht eine Schulung, so der Manager. Für diesen Zweck bieten die Fachleute sowohl Schulungen vor Ort an als auch Schulungen im Technikum von Markem-Imaje. Grundsätzlich ist beim Kauf eines Gerätes eine Schulung inbegriffen, sodass die entsprechenden Mitarbeiter damit auch umgehen können. Arbeiten mehrere Personen mit dem System, empfiehlt sich die Einarbeitung vor Ort. Sind es jedoch nur einzelne Personen, ist der Besuch des Schulungszentrums sinnvoll. «Hier erhalten die Teilnehmenden das nötige Fachwissen und können sich mit Kollegen aus anderen Unternehmen austauschen. Das bietet eine zusätzliche Informationsplattform und den Aufbau eines Netzwerks», erklärt Frederic Blanc.

Einfache Wartung.

Der Thermo-Tintenstrahldrucker ist leicht zu warten, denn die Tintenkartuschen kombinieren Druckkopf und Tintenbehälter, weshalb sie ohne bewegliche Teile auskommen. Sie rasten leicht ein und lassen sich ebenso einfach herausnehmen. Sie erlauben dem Bediener die Wartung bei minimaler Unterbrechung des Kennzeichnungsbetriebs und garantieren auf diese Weise eine hohe Verfügbarkeit.



Weitere Informationen:
Markem-Imaje AG




Feuchte, staubige und korrosive Umgebungen sind für den Drucker kein Problem

Essbarer Aufdruck

In der Regel kennzeichnen Lebensmittelhersteller die Primär- und Sekundärverpackung ihrer Produkte. Doch ein spezieller Wachsdrucker von Markem-Imaje erlaubt auch Aufschriften auf dem Produkt selbst. Die Heissschmelztinten gibt es in verschiedenen Farben und lassen sich sowohl auf beschichteten als auch unbeschichteten Lebensmittelprodukten auftragen. Das Gerät kann Texte, Grafiken und Barcodes auf eine Vielzahl von Substraten drucken. Für die Anwendung in der Lebensmittelindustrie ist die Hot-Melt-Touch-Dry-Tinte FDA- und EU-konform und auch für koschere und halalproduzierte Lebensmittel einsetzbar.