Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
Hygiene: Ausgabe 12/2014, 09.12.2014

Effektive Hygiene für – sensible Haut

Die hohen Hygienestandards in der Lebensmittelindustrie verlangen eine hohe Betriebs- und Personalhygiene. Doch sensible Haut zeigt bei häufigem Waschen teils heftige Reaktionen. Eine biologische Hygienelösung verspricht Abhilfe und Schonung zugleich.

Moderne Technik hat in der Lebensmittelproduktion vieles vereinfacht und automatisiert. Was Menschen früher von Hand machen mussten, erledigen heutzutage meist innovative Anlagen und Maschinen. Selbst deren Reinigung läuft grösstenteils mit CIP-Anlagen automatisch ab. Für die Erfüllung der hohen Hygienestandards nutzen Unternehmen die ihnen zur Verfügung stehenden Mittel und Techniken. Doch ein Hygienerisiko bleibt trotz aller Modernisierung und Automatisierung bestehen, und das ist der Mensch.

Personalhygiene.

So banal es klingt, doch häufiges und vor allem richtiges Händewaschen ist oberstes Gebot. Über Hände lassen sich Mikroorganismen nicht nur von Mensch zu Mensch übertragen, sondern auch auf alles andere, was mit Händen in Berührung kommt. Doch häufiges Händewaschen und Desinfizieren hinterlässt seine Spuren. Handelsübliche Seifen und Desinfektionsmittel basieren meist auf Alkohol oder enthalten biozide Substanzen oder quartäre Ammoniumverbindungen, die Mikroorgansimen austrocknen, deren DNA schädigen, die Zellen abtöten und so eine Vermehrung und Kontamination verhindern. Die Wirkung, die bei Bakterien und Viren erwünscht ist, zeigt sich aber auch auf der menschlichen Haut, sodass viele Personen bei häufigem Gebrauch sensibel oder gar allergisch auf solche Mittel reagieren.

Biologische Lösung für sensible Haut.

Auf die Dauer kann häufiges und regelmässiges Händewaschen und -desinfizieren für betroffene Mitarbeiter zur Qual werden. Denn die Folgen wie trockene, rissige Haut oder gar Kontaktekzeme, die im schlimmsten Fall zur Arbeitsunfähigkeit führen können, sind erheblich. Eine innovative Produktreihe aus Flüssigseife, Seifen- und Hygieneschaum verspricht Abhilfe. Unter dem Markennamen «BLI-DES» hat der Hersteller für Reinigungs- und Desinfektionsmittel, Blidor, eine Serie auf den Markt gebracht, die ohne Alkohole, quartäre Ammoniumverbindungen (QAVs) oder Formaldehyd und ähnliche Substanzen auskommt und damit keine allergenen oder schädigenden Substanzen enthält. «Unsere Produkte enthalten alle natürliche oder naturidentische Inhaltsstoffe. Das sind vorwiegend ätherische Öle, Mineralsalze und Lebensmittelsäuren. Je nach Produkt und Anwendungsgebiet variiert die Kombination und Zusammensetzung, aber bei allen verzichten wir auf die üblichen Substanzen wie Alkohole und Ähnliches», erklärt Betthina Glarner, Marketingleiterin bei Blidor.

Um Mikroorganismen wie

Enterohämorrhagische Escherichia coli

(EHEC), ESBL-(extended-spectrum beta-lactamase-)Keime oder Noroviren sicher abzutöten und zu entfernen, empfiehlt der Hersteller genaue Waschzeiten: «In unabhängigen Tests haben wir festgestellt, dass mit der Flüssigseife oder dem Seifenschaum beispielsweise die aggressiven Noroviren bei einer Wasch- und Einwirkzeit von 60 Sekunden restlos abgetötet werden. Der Hygieneschaum, der auf der Haut bleibt, weist eine desinfizierende Wirkung auf und verhindert eine Rekontamination der Haut und damit eine Übertragung auf Oberflächen oder gar Lebensmittel. Da unsere Produkte lebensmitteltauglich sind und kein Nachspülen benötigen, dürfen diese mit Lebensmitteln in Berührung kommen», erklärt die Fachfrau.

Flächendesinfektion.

Was sich bei sensibler Haut bewährt, lässt sich auch für unterschiedliche Oberflächen von Anlagen, Maschinen und Produk­tionsstätten einsetzen. Die Produktreihe eignet sich für die Reinigung von Rohrleitungen und Oberflächen mit Kontakt zu Lebensmitteln. «Unsere Mittel zur Flächendesinfektion sind lebensmittelunbedenklich und optimal für den Einsatz zur Desinfektion. Der saure Reiniger zur Vorreinigung ist für Maschinen ebenso einsetzbar wie für Böden, Decken, Wände oder Leitungen. Sie entfernen nicht nur Verschmutzungen, sondern auch den Biofilm, der sich immer wieder bilden kann. Für eine effektive Reinigung müssen Mitarbeiter nur auf die richtige Konzent­ration und die Einwirkzeit achten. Dazu gibt es auf allen Produkten die entsprechenden Angaben», so die Marketingleiterin.

Wirkungsweise.

Der Wirkmechanismus der biologischen Hygienelösung beruht auf der Perforation der Zellen der Mikroorganismen. Die synergistische Wirkung inaktiviert zudem die Keime, die gegen einzelne herkömmliche Wirksubstanzen resistent sein können. Beim gründlichen Waschen entfernen Mitarbeiter das restliche Zellmaterial, sodass sich eine Renaturierung verhindern lässt und keine bedenklichen chemischen Rückstände auf der Haut oder den Maschinen­oberflächen verbleiben.

«Die Desinfektion durch Alkohol dehydriert und zerstört Keime, doch einzelne Zellbestandteile der Mikro­organismen können sich wieder renaturieren. Damit beleibt der Resistenzfaktor aus den Keimen enthalten. Zudem bleibt das zerstörte Zellmaterial als Grundlage für die Bildung von Biofilmen zurück und begünstigt die Entstehung resistenter Mikroorganismen», erklärt die Expertin. Ähnlich verhält es sich auch bei Mitteln mit bioziden Wirkstoffen: «Diese vergiften Bakterien und Viren, die sich aber bei günstigen Bedingungen ebenfalls renaturieren können. Zudem bleiben gesundheitsschädliche Rückstände des Mittels, Toxine und Resistenzfaktoren erhalten. Das zerstörte Zellmaterial bleibt ebenfalls als Grundlage für die Bildung von Biofilmen zurück, was die Entstehung resistenter Keime begünstigt.»

Praktischer Einsatz.

Mit der antimikrobiellen wie auch viruziden Wirkung und der dermatologischen Verträglichkeit der Produkte können Unternehmen die Personal- und Betriebshygiene optimieren und gleichzeitig eine nachhaltige, umweltverträgliche und wirksame Keim- und Virusprophylaxe betreiben.


Weitere Informationen:
Blidor AG




Die optimale Personal- und Betriebshygiene hilft, Konta­minationen zu vermeiden