Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
Milchprodukte: Ausgabe 07-08/2014, 11.08.2014

Milch und Frucht – eine gelungene Kombination

Seit 62 Jahren ist das Schweizer Getränk mit Milchserum ein Verkaufsschlager. Die Klassiker Rivella rot, blau und grün haben jetzt «Zuwachs» bekommen. Mit den Geschmacksrichtungen Pfirsich und Rhabarber baute der Hersteller nun die neue Submarke CLIQ auf.

Milchprodukte haben nicht nur in der Schweiz eine lange Tradition. Als Joghurt, Käse oder Quark gehören sie zu einer ausgewogenen Ernährung einfach dazu. Doch einzelne Milchkomponenten wie beispielsweise Molke haben ihren Weg in die Ernährungskette gefunden. Auch Milchserum, das Molkereien aus Molke gewinnen, ist eine wichtige Zutat für ein typisch schweizerisches Produkt.

Was sich auf den ersten Blick nicht unbedingt als Milchprodukt zu erkennen gibt, ist bei Kennern jedoch schon lange beliebt und bekannt. Genauer gesagt seit 1952, als Robert Barth – Erfinder und Gründer von Rivella   –   das Wellnessgetränk Rivella rot entwickelte und zu einem viel getrunkenen Erfrischungsgetränk machte. Im Laufe der nunmehr 62  Jahre hat es einige Innovationen gegeben, die zur Erweiterung der Produktrange führten. Das jüngste «Kind», Rivella CLIQ, ist seit Mai 2014 erhältlich und ergänzt nicht nur das Portfolio, sondern geht auch vom bekannten Rivella-Farbcode weg und ist damit eine gewünschte Trennung vom klassischen Sortiment, wie der Geschäftsleiter Erland Brügger bestätigt: «Wir haben mit Rivella CLIQ eine Submarke für einen Sortimentsteil geschaffen, bei dem wir mehr Innovationspotenzial haben und auch Neues ausprobieren können. Damit nehmen wir auch der Frage nach der nächsten Farbe die Schärfe.»

Entwicklung mit den Konsumenten.

Bei der Entwicklung neuer Produkte sind vor allem die Wünsche der Konsumenten wichtig, um zu erkennen, welches Produkt am Markt die besten Chancen hat. Statt wie meist üblich ein Lebensmittel oder Getränk zu entwickeln und dann Verbraucher zu überzeugen, hat das Unternehmen einen anderen Weg eingeschlagen und Konsumenten bereits in die Entwicklungsphase einbezogen. «Ich bin der Meinung, dass unsere Kunden genau wissen, was sie wollen. Zudem sind sie sehr kreativ, weshalb wir sie sehr früh in den Prozess einbezogen haben. Über die Brainstorming-Plattform Atizo im Internet haben wir ein paar Fragen an unsere Konsumenten gestellt und waren von den vielen Ideen beeindruckt. Unter den letztlich 800 verschiedenen Vorschlägen waren sehr einfache, aber auch sehr komplexe Einfälle dabei», erklärt der Geschäftsleiter.

Aus den 800 Ideen haben die Getränkeexperten 35 ausgewählt, weiterentwickelt und den Konsumenten wieder zurückgespielt. Diese haben dann 35 verschiedene Produktmuster zugeschickt bekommen und nochmals 4 davon ausgewählt. Die «Siegervorschläge» hat Rivella final entwickelt und sich für die 2 Sorten Pfirsich und Rhabarber entschieden, die jetzt in vielen Regalen des Einzelhandels zu kaufen sind. Dank dieser Vorgehensweise hat das Unternehmen nun Produktinnovationen lanciert, die von Anfang an dem Geschmack der Verbraucher entsprechen.

Neues in bewährter Tradition.

Die Herstellung der neuen Sorten erfolgt mit dem traditionellen Verfahren. So verwendet der Hersteller den Rivella-Grundstoff, der aus 35 Prozent Milchserum und einer geheimen Mischung aus Kräuter- und Fruchtextrakten besteht. «Für den fruchtigen Geschmack aromatisieren wir die Ausgangsmischung noch zusätzlich mit Pfirsich- oder Rhabarberaromen. Auf der Mischanlage kommen zu diesen Grundstoffen noch Wasser, Zucker und CO2. Das fertige Getränk erhitzen wir kurz im Pasteur und kühlen es gleich wieder ab. Zum Schluss füllen wir das Getränk im Reinraum kalt­steril ab», so der Fachmann. Da das Milchserum Laktose enthält, ist der Zuckeranteil geringer als es für ein Erfrischungsgetränk nötig ist. Gemäss dem Motto «frei von künstlichen Farb- und Konservierungsstoffen» enthalten die fruchtigen Sorten nur natürliche Aromen. «Für unsere Getränke bemühen wir uns, hauptsächlich Schweizer Rohstoffe zu verwenden. So sind Zucker und Milchserum aus inländischer Produktion. Die Aromen beziehen wir von zertifizierten Partnern.

Nomen est omen.

Die Bedeutung der lateinischen Redensart «der Name ist ein Zeichen» trifft auch auf CLIQ zu. Die Kurzbezeichnung steht für die Clique und damit für gemeinsame Unternehmungen in einer Gruppe, was im Sektor der Erfrischungsgetränke wichtig ist. «Junge Menschen zwischen 15 und 30 Jahren sind gerne in einer Gruppe unterwegs und wollen zusammen Spass haben. Dabei spielen auch Erfrischungsgetränke eine grosse Rolle.

Mit der Namensgebung hat das Unternehmen nicht nur eine Abgrenzung zum klassischen Sortiment und zur bisherigen Farbgebung geschaffen, sondern auch eine Innovationsplattform aufgebaut, die viel Platz für weitere Innovationen bietet. Die Geschmacksrichtungen Pfirsich und Rhabarber haben als Submarke den Anfang gemacht, weitere Sorten werden sicherlich dazukommen. «Aus den 800 Ideen der Konsumenten haben wir letztlich 4 Produkte entwickelt und 2 davon lanciert. Somit haben wir noch 2 weitere Ideen bereits fertig ‹in der Schublade›, um zusätzliche Abwechslung in der Zukunft bieten zu können», freut sich Erland Brügger.

Was bereits vor 62 Jahren als Wellnessgetränk Konsumenten überzeugte, hat bis jetzt nichts von seinem Wert verloren, auch wenn heutzutage Gesundheitsaussagen wie «das Gute aus der Milch» keine erlaubten Marketingtools mehr sind. Doch oft entscheidet der Geschmack mehr als potenzieller Nutzen, wie der Geschäftsleiter erklärt: «Wir stellen immer wieder fest, dass es einen grösseren Wert hat, wenn das Getränk durch seinen Geschmack überzeugt und dann erst die Information über das Milchserum dazukommt. Das ist für neue Konsumenten überzeugender als umgekehrt.»


Weitere Informationen:
Rivella AG