Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
Wissenschaft und Forschung: Ausgabe 09/2014, 08.09.2014

Swiss Food Research initiiert Innovationsgruppen

Swiss Food Research, die Brücke für Innovationen und Zusammenarbeit zwischen Forschungsinstitutionen und Schweizer Unternehmen der Agro-Food Branche, initiiert Innovationsgruppen als Ideentreiber für innovative Projekte.

Autor: Dr. Peter Braun, CEO Swiss Food Research

Innovation ist von zentraler Bedeutung für die nachhaltige Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit. Damit innovative Ideen entstehen und sich vor allem in gute Produkte übersetzen lassen, braucht es die richtigen Akteure aufseiten der Praxis und der Forschung.

Innovationsweltmeister Schweiz.

Die Schweiz markiert in puncto Innovation die Weltspitze: Sie belegt im Global Competitiveness Report 2013–2014, im Global Innovation Index 2013 ebenso wie im Innovation Union Scoreboard 2013 den 1. Platz. Forschung und Innovation brauchen Investitionen. Der Bund stellt für Forschung und Innovation beträchtliche Mittel zur Verfügung. Die Förderprogramme reichen von grundlagenorientierten Programmen wie Nationalfondprojekte bis hin zu mehr anwendungsorientierten Programmen, wie sie die Kommission für Technologie und Innovation (KTI) fördert. Sie hat 2013 125 Millionen Franken ausgeschüttet, der Teil Life Science umfasste dabei 27,4 Millionen Franken. Fördermittel und hochstehende Ausbildungen bereiten die Basis für die Durchführung von Forschungsvorhaben. Damit aus Forschungsprojekten marktfähige Produkte entstehen, die wiederum die Wirtschaft stärken und so neue Investitionen erlauben, braucht es die Zusammenarbeit der richtigen Partner aufseiten der Forschung und Umsetzung (Wirtschaft).

Die Identifikation von Innovationsfeldern und ihren Innovationspotenzialen, die Bearbeitung der relevanten Themenstellung durch die Forschung und der sich anschliessende, schnelle Wissens- und Technologietransfer von der Forschung in die industrielle Praxis werden hierbei erfolgsentscheidend sein.

«Forschungsbasierte Innovationen für die Lebensmittel-Wertschöpfungskette und deren Zulieferer».

Swiss Food Research ist ein gemeinnütziger Verein und von der Kommission für Technologie Innovation (KTI) anerkanntes nationales thematisches Netzwerk. Es hat den Auftrag, entlang der gesamten Lebensmittel-Wertschöpfungskette (Agro-Food-Kette) gemeinsam mit Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft Innovationen zu identifizieren und diese in Markterfolg umzusetzen.

Zur Durchführung von Innovationsprojekten sind in der Regel vielfältige Kompetenzen notwendig. Die Komplexität der Fragestellungen erfordert für deren optimale Bearbeitung eine interdisziplinäre Herangehensweise und die Zusammenarbeit mit der Forschung. Ein erprobter Weg zur Erkennung von Innovationspotenzialen führt über die gemeinsame Diskussion von Forschung und Anwendung. Als Plattform für diesen Austausch zwischen Anwendung und Forschung haben sich sogenannte Innovationsgruppen sehr gut etabliert. Die Projekte entstehen dabei aus einer starken und nachhaltigen Interaktion zwischen Wirtschaft und Forschung entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Innovationsgruppen bestehend aus Wirtschaft und Forschung als Ideentreiber für Projekte.

Seit vielen Jahren ist solch eine Innovationsgruppe erfolgreich im Bereich der Schokoladentechnik tätig. An der ETH Zürich wurde unter der Leitung von Professor Windhab der Arbeitskreis Schokolade nachhaltig wirksam etab­liert. Seit dessen Bestehen hat die ETHZ zahl­reiche durch die KTI geförderte Projekte durchgeführt, die in direkter indus­trieller Umsetzung mündeten.

In Anlehnung an dieses Modell ist es das Anliegen von Swiss Food Research, weitere Innovationsgruppen, die branchenspezifisch oder auch themenspezifisch arbeiten, zu etablieren und mit den verschiedenen Forschungsinstitutionen zu vernetzen. Die im Aufbau befindlichen Innovationsgruppen sind die Branchen Kartoffeln, Kaffee, Getreide und Backwaren sowie die Themengebiete Verpackungstechnik, Nachhaltigkeit und Ressourceneinsatz. Weitere Innovationsgruppen wie beispielsweise alternative Eiweissquellen oder neue Technologien wie 3D-Drucken sind in der Diskussion.

Innovationsgruppen entlang der gesamten Agro-Food-Kette – Vom Feld bis zum Teller.

Ziel der Innovationsgruppen ist es, über die gesamte Wertschöpfungs-/Verarbeitungskette vom Feld bis zu den Endprodukten Themenfelder zur Steigerung der Produktivität/Qualität/Nachhaltigkeit/Konsumentenakzeptanz zu identifizieren und mit geeigneten Partnern und Förderinstrumenten zu bearbeiten und Lösungen zu implementieren. Im Vordergrund stehen dabei technische/naturwissenschaftliche Fragestellungen, die unter Einbezug aller Wertschöpfungsbeteiligten bearbeitet werden. Damit die Innovationsgruppe fachlich optimal unterstützt wird, bildet eine Forschungsinstitution den Kompetenzkern. Entsprechend den Fragestellungen, werden weitere Fachkompetenzen beigezogen. So lassen sich innovative Projekte und Forschungsvorhaben optimal bearbeiten.

Die Arbeitsweise von Innovationsgruppen wird beispielsweise am Swiss Food Tech Day am 16. Oktober in Zollikofen ausführlich beschrieben.


Weitere Informationen:
www.foodresearch.ch
www.sbfi.admin.ch