Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
10.12.2014

SGLWT-Preis geht an Coline Henchoz

«Conception hygiénique dùne nouvelle laiterie» (Hygienekonzept für eine neue Molkerei) war der Titel der Bachelorarbeit von Coline Henchoz die für diese herausragende Arbeit den SGLWT-Preis gewonnen hat. Der Preis belohnt die Konzeptionsarbeit einer neuen Molkerei, die die architektonischen und vorgeschriebenen Hygieneaspekte berücksichtigt.

Coline Henchoz, Studentin an der HES-SO in Sion, hatte sich mit der Aufgabe viel vorgenommen, denn sie hat sich zum Ziel gesetzt, ein HACCP-Konzept für eine neue Molkerei für Schafmilchprodukte auszuarbeiten. Dabei handelte es sich um einen Neubau «auf der grünen Wiese». Die zukünftige Fachfrau begann mit ihrer Arbeit, als die Pläne der Architekten vorlag und bereits bei den massgeblichen Stellen eingereicht werden sollten, um die Baubewilligung zu erhalten. Sie sprang auf den fahrenden Zug auf, überprüfte die Pläne, ob diese die hygienisch relevanten Grundforderungen erfüllen und ob sich ein Food Safety-Konzept realisieren lässt.

Die Flüsse von Energie, Material und Personal war ein Thema, die Arbeitsabläufe ein anderes. Sie stellte als erstes ein Alternativ-Konzept auf und diskutiertes es mit dem Besitzer und den Architekten. Dies musste sehr rasch gehen, denn schon nach wenigen Wochen waren die finalen Pläne zum Einreichen fertig. Obwohl die Bacheloarbeit damit eigentlich beendet, war ging die Studentin einen Schritt weiter und entwickelte ein Konzept für alle Räume – von der Milchannahme bis zur Auslieferung der Produkte – und erarbeitete Vorschläge zu deren Ausgestaltung einschliesslich zu verwendende Materialien für Wände, Böden, Installationen (Elektrizität, Ventilation, Wasser, Abläufe, etc.) und Geräte massige Ausrüstung. Abschluss der Arbeit war ein provisorischer HACCP-Plan für alle Produkte, einem Reinigungsplan sowie einem Analysenplan.

Die recht umfangreiche Arbeit ist laut Dozent Rudolf Schmitt von Anfang bis Ende durchdacht, logisch aufgebaut und tatsächlich ein Dokument, das sich in dieser Form direkt zur Realisierung der Molkerei verwenden liess, die übrigens nach diesem Konzept gerade gebaut wird.

Laut Rudolf Schmitt war diese Arbeit eine besondere Herausforderung, da die Hochschule diese Thematik nicht explizit in den Kursen behandelte. Zudem war der Zeitraum von drei Monaten sehr begrenzt. Aufgrund der herausragenden Leistung von Coline Henchoz hat der Vorstand der SGLWT diese Arbeit an der Diplomfeier der HES-SO mit dem SGLWT-Preis ausgezeichnet.