Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
Anlagen- und Apparatebau: Ausgabe 01-02/2015, 10.02.2015

Präzise Zutatendosierung für streichfähige Butter

Butter gehört für viele Konsumenten zur täglichen Ernährung dazu. Doch dass das geschätzte Naturprodukt auch direkt aus dem Kühlschrank streichfähig verwendbar ist, liegt unter anderem an moderner Pumptechnik, wie das Beispiel bei Arla zeigt.

Autor: Bettine Kuhnert, freie Redakteurin

Streichfähige Butter ist eines der Hauptprodukte der dänisch-schwedischen Molkereigenossenschaft Arla. In ihrer Anlage in Götene stellt die Molkerei die Marke Bregott für den schwedischen Markt her. Um die jeweiligen Charakteristika der verschiedenen Sorten exakt reproduzieren zu können, müssen die Fachleute Zutaten präzise dosieren. Seit zehn Jahren setzt das Unternehmen in seiner Anlage für diesen Zweck Pumpen von Lewa ein, die nicht nur auf hohe Förderdrücke ausgelegt sind, sondern mit einer Genauigkeit von ±1 Prozent auch den hohen Anforderungen des Herstellers entsprechen. Aus den verschiedenen Varianten der Ecoflow-Pumpen, die sich auch für die Produktion von Lebensmitteln sehr gut eignen, hat Lewa 2010 eine passgenaue Lösung für Arla konfiguriert.

Exakte Dosierung.

Wasser, Rapsöl und Salzlake – das sind die wichtigsten, ausschliesslich natürlichen Zutaten, um der Butter, die die Genossenschaft produziert, ihren leicht salzigen Geschmack und ihre streichfähige Konsistenz zu verleihen. Die Mischanlage für das Werk musste den hohen hygienischen Ansprüchen genügen und – was noch wichtiger war – präzise dosieren, um eine gleichbleibende Produktqualität zu gewährleisten. Da sich die Ecoflow-Pumpen nicht nur dadurch auszeichnen, dass sie für hohe Förderdrücke geeignet sind, sondern auch für eine sehr gute Reproduzierbarkeit stehen, hat die Molkerei rund dreissig davon in verschiedenen Werken verbaut – davon neun Mem­bran­pumpen und eine Plungerpumpe.

Gemäss dem Baukastenprinzip haben die Spezialisten hier unterschiedliche Antriebe mit jeweils zwei bis sechs Pumpenköpfen kombiniert. Die Ecoflow kann pro Pumpenkopf bis zu 6 m³/h fördern. Der Förderdruck liegt bei maximal 500 bar. Bei der dänisch-schwedischen Genossenschaft reicht der Betriebsbereich der Pumpen je nach Anwendungsfall bis rund 1 m³/h und 15 bar.

Wartungsarme Pumpen.

Da die gesamte Produktion, aus hygienischen und Effizienzgründen, automatisiert abläuft, sollten die Pumpen nahezu wartungsfrei funktionieren, sodass die Prozesskette so wenig wie möglich unterbrochen werden muss. «Die Pumpen sind ungefähr zwanzig Stunden am Tag in Betrieb, wenn auch nicht alle zur selben Zeit. Dabei müssen sie mit einer reproduzierbaren Dosiergenauigkeit von ±1 Prozent arbeiten», so Klas Erikson, Leiter der Instandhaltung. «Die hohen Anforderungen hinsichtlich Präzision und Robustheit, die sich aus unserer Anwendung ergeben, erfüllen die Ecoflow-Pumpen zu unserer vollen Zufriedenheit.»

Robuste Dosier-Membranpumpen für hygienische Anwendungen.

Laut dem Produktmanager bei Lewa, Jörg Sommer, muss die Membran dank des paten­tierten Membranschutzsystems DPS nicht positioniert werden, sodass sich die Pumpen aus jedem Betriebszustand sicher anfahren lassen. Daraus ergibt sich eine hohe Prozesssicherheit und Robustheit. Durch die besondere Technik ist ein absoluter Saugdruck bis 0,1 bar erreichbar. «So funktionieren sie selbst nach Bedienfehlern oder bei extremen Betriebszuständen wie etwa hohem Saugdruck oder geschlossener Saugleitung zuverlässig weiter», hebt Sommer hervor. Darüber hinaus haben die Pumpen den Vorteil, dass ein Wechsel der Membran zügig und einfach vonstatten geht. Über die automatische Hubverstellung und die zusätzliche Frequenzregelung des Motors lässt sich der grosse Einstellbereich der Pumpen zuverlässig regulieren, und der gesamte Prozess dokumentieren. Das Konzept eignet sich auch für die Rückverfolgbarkeit von Chargen und die hohen Qualitätsanforderungen in der modernen Lebensmittelindustrie.

Einfache Reinigung.

«Ausser auf die üblichen Standards der Lebensmittelindustrie haben wir auch darauf geachtet, dass sich die Pumpen gut reinigen lassen», ergänzt Erikson. Durch die geringen Toträume und die glatten Edelstahloberflächen (1.4571) ist die gesamte Pumpe für den Einsatz in der Lebensmittelindustrie und für die CIP-Reinigung prädestiniert. Die hermetisch dichten, oszillierenden Membranpumpen eignen sich überall dort, wo es auf hohe, über Jahre hinweg gleichbleibende Produktqualität und exakte Rezeptureinstellungen ankommt. Wegen ihrer Betriebssicherheit und der hohen Dosiergenauigkeit ist die Pumpe auch für toxische, umweltbelastende, abrasive, viskose, empfindliche und kostspielige Flüssigkeiten nutzbar. Die Membran­überwachung verhindert in Verbindung mit der mehrlagigen Ausführung der Sandwichmembran-Konstruktion zuverlässig jede Verunreinigung des Produktes.

Alle Bauteile, die mit dem Medium in Berührung kommen, sind lebensmitteltauglich ausgeführt. Bei der Wahl der Werkstoffe haben die Verantwortlichen bei Arla darauf geachtet, dass die Dichtungen der Ventile auch nach jahrelangem Kontakt mit der Lake elastisch bleiben. Da das Salz im Laufe der Zeit korrosiv wirkt, entschieden sich die Fachleute, Gylon, eine Art Teflon, einzusetzen. Die Membran besteht aus reinem PTFE, das mit biologischem Gewebe kompatibel ist. Aufgrund der hohen Energieeffizienz, der niedrigen Wartungskosten und der langen Lebensdauer der Sandwichmembran sind die System- und Lebenszykluskosten ausgesprochen gering.


Weitere Informationen:
LEWA GmbH
www.lewa.com



Ecoflow-Pumpen zeichnen sich unter anderem durch geringe Toträume und ihre glatten Edelstahloberflächen (1.4571) aus


Die Pumpen genügen nicht nur den hohen hygienischen Ansprüchen, sondern dosieren vor allem sehr präzise