Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
Ausgabe 10/2015, 05.10.2015

Chocolat Frey fokussiert Exportaktivitäten

Bilder: Chocolat Frey

Die Rahmenbedingungen für Schweizer Schokoladenproduzenten haben sich in den letzten zwei Jahren drastisch verändert: Einerseits stiegen die Rohstoffpreise, wie etwa für Kakao oder Nüsse, um bis zu 200 Prozent, andererseits drängen ausländische Anbieter zunehmend auf den einheimischen Markt. Das führte dazu, dass Schweizer Anbieter ihre Produktionen zunehmend ins Ausland verlagerten. Zusätzlich erschwert seit Februar dieses Jahres der starke Franken das Exportgeschäft. Um unter diesen Bedingungen konkurrenzfähig zu bleiben, sieht sich die Chocolat Frey gezwungen, ihre Exportstrategie anzupassen und Umstrukturierungen einzuleiten. Ab 2016 konzentriert sie sich im Export primär auf ihre Kernkompetenz: die Herstellung von Eigenmarken für Kunden im In- und Ausland. Das Markengeschäft wird nur noch in Ländern weitergeführt, in denen durch Vor-Ort-Produktion Marktnähe und Wettbewerbsvorteile bestehen. Die Marke Frey wird zudem im Ausland selektiv als exklusiver Retail Brand weiterhin im Regal stehen. Diese strategische Änderung hat zur Folge, dass das Unternehmen am Produktions-standort Buchs personelle Massnahmen umsetzen muss. Betroffen sind etwa 50 Mitarbeitende in verschiedenen Bereichen und auf allen Stufen. Sie werden zum Teil früher pensioniert, ihr Arbeitspensum reduziert oder, wo es nicht anders machbar ist, Stellen abgebaut.