Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
Anlagen- und Apparatebau: Ausgabe 10/2015, 05.10.2015

Geringeres Risiko durch höhere Leistung

Die korrekte Schmierung von Maschinen und Anlagen kann in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie einen positiven Beitrag zur Unternehmensproduktivität leisten. Denn für einen effizienten Betrieb und hohe Produktionsleistung spielt sie eine zentrale Rolle.

Autor: Diego Bratkoski, Chemieingenieur

Bilder: Klüber Lubrication

Zur Auswahl eines nicht toxischen, le- bensmitteltauglichen Spezialschmier- stoffs und seiner korrekten Anwendung bedarf es spezieller technischer Kenntnisse. Damit lässt sich ausschliessen, dass Maschinen Schaden nehmen, Mitarbeiter die Produktion zu Wartungszwecken stoppen müssen oder dem Industriebetrieb anderweitige Nachteile entstehen. In diesem Zusammenhang ist auch zu bedenken, dass der Betrieb viele Teile, die durch unzureichende Schmierung beschädigt werden können, eventuell nicht auf Lager hat, was langwierige Verzögerungen im Produktionsablauf, sowie hohe Ersatzteilkosten nach sich ziehen kann.

Eine Verbesserungschance

besteht in der Verwendung automatischer Schmierstoffgeber. Diese tragen zum einen zu einem zuverlässigeren Anlagenbetrieb bei, zum anderen reduzieren sie die Bindung von Arbeitskraft, gesundheitliche Risiken für Arbeiter – zum Beispiel durch Stürze und Arbeiten an schwer zugänglichen Stellen – sowie die Gefahr von Verunreinigungen der Lebensmittel. Im Hinblick auf die von intensivem Wettbewerb geprägte Situation der Lebensmittel- und Getränkeindustrie, tragen die besonderen Vorteile automatischer Schmierstoffgeber mit Spezial- schmierstoffen, sowie das hierbei angewendete technische Wissen, vielen der Bedürfnisse und Forderungen dieses Industriebereichs, Rechnung.

Unter den besonderen Merkmalen dieser Technik sind folgende besonders hervorzuheben:

  • Erhöhung der Lebensmittelsicherheit durch Verwendung nicht-toxischer Schmierstoffe,
  • weniger Gesundheitsrisiken am Arbeitsplatz,
  • weniger Überschmierung, dadurch Kostensenkung,
  • geringeres Risiko externer Verschmutzung des Schmierstoffs,
  • geringere Bindung von Arbeitskraft,
  • geringeres Ausfallrisiko der Maschinenelemente,
  • weniger Hilfsmittel zur Schmierstoffapplikation erforderlich,
  • vereinfachte Lagerhaltung,
  • Einstellung für lange Zeiträume machbar,
  • einfacher Gebrauch.

Sicherheit durch Hochtechnologie.

Die in der Lebensmittelindustrie verwendeten Schmierstoffe sollen nicht nur hohe Leistung bieten, sondern auch die Qualitäts- und Sicherheitsanforderungen gemäss HACCP (Hazard Analysis and Critical Control Points) erfüllen. Diese Anforderung ergibt sich aus dem Kontaminationsrisiko und trägt ausserdem zur Hygiene im Werk bei.

Die Verwendung automatischer Schmiersysteme bietet optimale Chancen, die Sicherheit der Lebensmittelprodukte zu verstärken und übermässigen Schmierstoffverbrauch an Ort und Stelle zu senken. Die Dosierung lässt sich entsprechend der Schmierstelle und der Schmierstoffmerkmale über einen Zeitraum bis zu einem Jahr einstellen. Zudem ist ein Vermischungsrisiko von Schmierstoffen an der Schmierstelle ausgeschlossen, was ebenfalls zu grösserer Sicherheit in der Herstellung beiträgt.

Automatische Schmierstoffgeber

tragen zu zuverlässigerem Anlagenbetrieb ebenso bei, wie zu verbesserter Sicherheit am Arbeitsplatz und des Produktes. Zur Einstellung von automatischen Schmiersystemen über einen Zeitraum von bis zu einem Jahr ist ausserdem noch anzumerken, dass dies zu höherer Arbeitsplatzsicherheit beiträgt. Denn Mitarbeiter müssen weniger oft an gefährlichen, hoch gelegenen oder schwer erreichbaren Orten arbeiten. In diesen Produktionsanlagen wechseln Arbeiter oft nur die Kartusche aus, anstatt an risikobehafteten Orten mit der gesamten Schmierausrüstung zu hantieren, wodurch sie weniger Risiken ausgesetzt sind. Nicht zu vergessen ist ebenfalls die geringere Bindung von Arbeitskraft, wenn die vorher für die Schmierarbeiten benötigte Zeit eingespart wird.

Des Weiteren lässt sich mit automatischen Schmiersystemen das Risiko von Kreuzkontamination mit nicht kompatiblen Stoffen, Feuchtigkeit oder anderen Schmierstoff senken oder sogar ganz ausschalten. Der Grund liegt darin, dass bei automatischer Schmierung kein offenes System vorliegt, sondern der Austausch des Schmierstoffs kontinuierlich erfolgt. Dadurch reduziert sich das Risiko für die Lebensmittelsicherheit sowie die Veränderung beziehungsweise Verschlechterung des Schmierstoffs, was die Leistung der Anlagen beeinträchtigen könnte. Ausserdem bleibt die Temperatur stabil, was auf passende Schmierung schliessen lässt.

Technologie und entsprechendes Fachwissen.

Derzeit bietet der Markt eine ganze Reihe von Schmierstoffen für automa-tische Applikation. Es ist jedoch von zentraler Bedeutung, dass ein Experte mit Verständnis des Gesamtprozesses den richtigen Schmierstoff für kontinuierliche Applikation empfiehlt, da neben der Leistung auch die Lebensmittelsicherheit eine Rolle spielt. Es ist also nicht ausreichend, einfach einen Schmierstoff für die Lebensmittelindustrie zu kaufen und zu applizieren. Genauso wichtig ist es, einen Experten hinzuzuziehen, um eine optimale Umsetzung der Investition unter Beachtung der Lebensmittel- und Arbeitsplatzsicherheit zu erreichen. Ausserdem soll durch die höhere Effizienz im Betrieb und niedrigere Kosten die Produktivität steigen.


Weitere Informationen:
Klüber Lubrication AG (Schweiz)
www.klueber.ch




An der richtigen Stelle schmieren, spart Zeit und Geld