Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
Branchenfokus: Ausgabe 10/2015, 06.10.2015

Süsswaren ohne Zusatzstoffe sind beliebt

Für schöne Farben und ein verführerisches Aroma nutzt die Lebensmittelindustrie Zusatzstoffe. Doch Verbraucher stehen künstlichen Zusätzen immer öfter kritisch gegenüber. Es verwundert daher nicht, wenn Produkte mit natürlichen Zutaten immer beliebter werden.

Autor: GNT International

Bilder: Fotolia, GNT-Gruppe

Beim Kauf von Süssigkeiten entscheiden nicht mehr nur Preis, Geschmack und Aussehen. Bereits jeder dritte Deutsche wirft einen kritischen Blick auf die Zutatenliste, bevor ein Produkt im Einkaufswagen landet. Zu diesem Ergebnis kommt eine bevölkerungsrepräsentative Studie, die das Marktforschungsinstitut Innofact im Auftrag der GNT Gruppe durchgeführt hat. Danach achten 34 Prozent der Deutschen darauf, ob künstliche Zusatzstoffe in Süsswaren enthalten sind. Zum Vergleich: Auf Haltbarkeit und Kalorienzahl achten nur 20 beziehungsweise 16 Prozent. Besonders wichtig ist der Aspekt Zusatzstoffe für Frauen (36 Prozent) und Personen ab 50 Jahren (42 Prozent). Für diese Bevölkerungsgruppen spielt er sogar eine grössere Rolle als der Preis des Produkts. «Wir beobachten seit Jahren eine wachsende Sensibilität der Verbraucher für die Inhaltsstoffe von Lebensmitteln. Entdecken sie E-Nummern, deren Bedeutung sie nicht einschätzen können, oder gar Warnhinweise auf dem Etikett, wandert das Produkt häufig zurück ins Regal», sagt Hendrik Hoeck, Managing Director der GNT Gruppe, Anbieter färbender Lebensmittel.

Das steigende Bewusstsein

der Konsumenten für Inhaltsstoffe von Lebensmitteln schlägt sich auch in ihrer Zahlungsbereitschaft nieder. So sind knapp zwei Drittel (62 Prozent) bereit, mehr für Süsswaren zu bezahlen, wenn diese frei von künstlichen Zusätzen sind. Der Verzicht auf Farbstoffe spielt dabei die wichtigste Rolle: Von den Befragten legen 49 Prozent hierfür mehr Geld auf den Tisch. Für Produkte, die ohne künstliche Aromen oder Konservierungsstoffe auskommen, zahlen 47 beziehungsweise 5 Prozent gerne mehr. Im Vergleich dazu sind nur rund einem Drittel der Konsumenten Produkteigenschaften wie «Fair Trade» und «Aus der Region» mehr Wert. Für «Bio» ist jeder fünfte Konsument bereit, mehr auszugeben.

Die Skepsis der Deutschen gegenüber künstlichen Zusatzstoffen zeigt sich unter anderem in ihrer Einstellung zum Färben von Lebensmitteln. So wünschen sich 64 Prozent, dass Produzenten Lebensmittel nur mit Hilfe anderer Lebensmittel wie zum Beispiel farbintensiver Obst- und Gemüsekonzentrate färben. «Seit Jahrhunderten werden Lebensmittel auf ganz natürliche Weise mit anderen Lebensmitteln gefärbt. Durch technische Innovationen ist es heute machbar, färbende Obst- und Gemüsekonzentrate herzustellen, die künstlichen Farbstoffen in Sachen Stabilität, Farbintensität und -vielfalt in nichts nachstehen. Färbende Lebensmittel sind damit uneingeschränkt für den industriellen Einsatz geeignet und erfüllen gleichzeitig die Bedürfnisse der zunehmend gesundheitsbewussten Verbraucher», so Hoeck.

Über die Studie.

Für die vorliegende Studie hat die GNT Gruppe gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut INNOFACT AG 1000 Personen zwischen 18 und 69 Jahren befragt. Die Stichprobe entspricht nach Alter, Geschlecht und Region der repräsentativen Verteilung in der deutschen Bevölkerung. Die unabhängige Online-Erhebung fand im März 2014 statt.


Weitere Informationen:
GNT International B.V., www.gnt-group.com




Die Mehrheit der Befragten bevorzugt Süsswaren ohne künstliche Zusatzstoffe