Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
Verpacken: Ausgabe 05/2015, 12.05.2015

Etikette ist Pflicht und Kür zugleich

Wollen sich Lebensmittelunternehmen auf dem nationalen und internationalen Parkett sicher bewegen, kommt es auf die Etikette an. Doch damit sind keine Benimmregeln gemeint, sondern Produkt­etiketten, die nicht nur der Kundeninformation dienen.

Autor: Angelika Dal Farra, Leiterin Technik und Organisation

Die Hauptaufgabe der Verpackung ist in erster Linie Schutz des Inhaltes vor äusseren Einflüssen. Als wesent­licher Bestandteil einer Verpackung übernehmen Etiketten vielfältige Aufgaben, die weit über die Information hinaus gehen. Sie sind Promotionsmittel, Erstöffnungsgarantie, Wiederverschluss, Diebstahl­sicherung, Temperaturanzeiger und vieles mehr. Die Druckerei OMNIPACK in St. Gallen gehört zu den namhaften Etikettendruckern der Schweiz und weiss, worauf es bei Identtechnik ankommt.

Der richtige Klebstoff ist die Lösung.

Etikette ist nicht gleich Etikette. Denn hier gibt es vieles zu beachten. So kommt es beispielsweise darauf an, auf was Unternehmen kleben wollen, bei welcher Temperatur und welche Funktion das Etikett haben soll. Denn Trägermaterial und Temperatur haben einen grossen Einfluss auf die Auswahl. Etiketten sollen nicht nur haften – was eine Grundvoraussetzung ist –, sondern auch bei der gewünschten Temperatur kleben. Ein Paradebeispiel sind tiefgekühlte Produkte. Hier kommen hohe Anforderungen auf den Klebstoff zu. Weiter gibt es Kunden­wünsche, wie etwa dass die Etikette nach dem Aufbringen noch für kurze Zeit ablösbar sein soll oder das andere Extrem, dass die Etikette noch unzählige Male wieder zu öffnen und zu schliessen sein soll. Alle diese Funktionen beeinflussen die Wahl des Kleb­stoffes. Der Identtechnikspezialist hat für jeden Fall die richtige Lösung.

Hochwertiger Druck.

Die Profis aus St. Gallen können Etiketten mit bis zu 9   Farben bedrucken, prägen, laminieren, kaschieren oder nur lackieren. Weiter lässt sich aber nicht nur die Oberseite bedrucken. Moderne Druckanlagen bieten ein vielfältiges Sortiment wie etwa Druck auf Leim, Doppellagen- und Mehrlagen-Etiketten, spezielle Perforationen und Stanzungen. Der Etikettendruck ist interessant und stets offen für neue Chancen. Selbst wenn Kunden ihrerseits Hand anlegen und beispielsweise mit Thermodirekt, Thermotransfer-Bändern oder Inkjet noch eigene Informationen auf das Etikett drucken wie etwa Herstelldatum und Codes. Auch dieser Druck muss selbstverständlich klar und deutlich auf der Etikette lesbar sein und lesbar bleiben.

Just in time mit Digitaldruck.

Dafür bietet der Spezialist neben UV-Flexo- auch Digitaldruck an. Damit lassen sich grosse Lagerbestände und Kapitalbindung vermeiden. Dies ist umso interessanter, da Just-in-time-Bestellungen immer mehr im Trend liegen. Mit Digitaldruck können die Profis kurze Lieferzeiten einhalten. Das Ziel ist hier auf «heute bestellt – morgen angeliefert» ausgerichtet. Die Druckqualität ist absolut vergleichbar mit Offsetdruck. Auch Kleinauflagen lassen sich zu marktkonformen Preisen realisieren.

Funktionsetiketten sind im Trend.

Die Zukunft der Identtechnik wird immer mehr in Richtung Funktionsetikette gehen. Eine Etikette soll nicht mehr nur das Produkt auszeichnen und am POS aus der Vielzahl der Produkte herausstechen, sondern zudem noch eine Funktion übernehmen. Ein gutes Beispiel dafür ist die Erstöffnungsgarantie. Lebensmittelproduzenten können mit Erstöffnungsgarantie-Etikette einfach sicherstellen, dass die Verpackung fest verschlossen und ungeöffnet ist. Jede Manipulation an der Etikette wird sichtbar und lässt sich nicht vertuschen. Ein einfaches aber effektives Mittel, welches in der heutigen Konsumgesellschaft nicht mehr wegzudenken ist.

Weitere Funktionsetiketten sind Wiederverschluss-Etiketten. Was vor einigen Jahren nur im Hygienesektor, zum Beispiel bei Feuchttüchern, zur Anwendung kam, schwappt immer mehr in Richtung Nahrungsmittelsektor. Konsument wollen immer öfter angebrochene Verpackungen verschliessen, was mit einer Wiederverschlussetikette problemlos machbar ist.

Auch Convenience-Produkte, etwa für den kleinen Hunger zwischendurch, liegen im Trend. Wollen Produzenten eine Löffel in der Verpackung integrieren, ist ein Etikett mit einer Perforation die optimale Lösung. Denn damit können Konsumenten bei Bedarf den Löffel aus der Verpackung nehmen und den Inhalt geniessen.

Zunehmend interessieren sich Hersteller auch für eine Diebstahlsicherung. Ein in der Verpackung integriertes RF-Etikett macht Langfingern keine Freude.Ein weiterer Aspekt ist die Informations­flut, die immer mehr zunimmt. Viele Informationen auf Verpackungen sind vom Gesetzgeber gefordert. Zudem wollen Produzenten Informationen auch mehrsprachig anbieten, was besonders bei der Exportware wichtig ist. In diesen Fällen sind Doppel-, Mehrlagenetiketten oder Booklets eine Lösung.

Um für sich das Passende zu finden, sollten sich Lebensmittelbetriebe beraten lassen, da «fast» jede Ausführung gefaltet, geklebt oder in anderen Formen realisierbar ist.

Etikettiergeräte und Maschinen.

In vielen Betrieben ist die Automation schon weit fortgeschritten. Doch wer nur wenige Etiketten aufkleben muss, macht dies meist von Hand. Hilfsmittel erleichtern auch hier den Klebeprozess. Dafür steht ein breites Sortiment an Hand-, halbautomatischen und automatischen Etikettiergeräten und Etikettiermaschinen zur Verfügung, die den Anforderungen der Nahrungsmittelindustrie entsprechen. Aufgrund der deutlichen Zeiteinsparung ist das Gerät schnell amortisiert.



Weitere Informationen:
OMNIPACK AG
www.omnipack.ch




Funktionsetiketten liegen stark im Trend


Um das manuelle Auftragen der Etiketten zu erleichtern, gibt es für verschiedene Anwendungen unterschiedliche Maschinen