Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
Fachmesse Achema: Ausgabe 05/2015, 11.05.2015

Kältetechnik für die Prozessindustrie

Als Innovationsplattform für chemische Technik und Prozessindustrie hat die Achema auch viele Innovationen zu bieten, die sich in der Lebensmittel- und Getränkebranche einsetzen lassen. So sind beispielsweise moderne Kälteanlagen eines der Messehighlights.

Autor: Renate Gratwohl MARK•KOM CONSULTING

Das internationale Forum für chemische Technik, Verfahrenstechnik und Biotechnologie Achema bietet Ausstellern von Anlagen und Maschinen für die Lebensmittelindustrie eine optimale Plattform für den direkten Kontakt zu Interessenten. So zeigt auch L&R Kältetechnik auf der Messe beispielhafte Kälteanlagen, die sie für Anwendungen der Chemie-, Prozess- und Pharmaindustrie entwickelt hat. «Beispielhaft» deshalb, weil es beim Kältespezialisten kein Standard- oder Katalogprogramm gibt. Vielmehr projektieren die Fachleute jede Kälteanlage individuell und in Abstimmung mit dem Anwender beziehungsweise Kunden.

Zu den Kernkompetenzen

des Unternehmens gehört die Tieftemperaturtechnik. Die Anlagen stellen Kälte bis zu –120 °C bereit, zum Beispiel für Tiefkühlzellen zur Lagerung von Proben und Compounds oder – in der Pharmaindustrie – von Blutplasma. Darüber hinaus liefern solche Anlagen Kälte unter anderem für Reaktoren und zur H2- und CO2-Kühlung, für Gefriertrocknungsprozesse, für die Austenitumwandlung von Metallen, für Umwelt-Simulationskammern und für Lösemittel-Rückgewinnungsanlagen sowie für die Prozesskühlung und Gasverflüssigung in unterschiedlichen Anwendungsbereichen.

Ein weiteres Aufgabenfeld

, in dem L&R über grosse Erfahrung verfügt, ist der Explosionsschutz: Prinzipiell kann das Unternehmen alle Anlagen als explosionsgeschützte Maschinen nach ATEX fertigen. Diese Anlagen sind überwiegend in Betrieben der Chemie- und Verfahrenstechnik im Einsatz. Alle elektrischen Komponenten wie zum Beispiel die Kältemittelverdichter sind entsprechend zertifiziert. Selbst die Werkstoffe und Beschichtungen wählen die Experten gemäss den Anforderungen des Explosionsschutzes aus. Dazu gehört eine normenkonforme Analyse der jeweils relevanten Gefahrenpotenziale.

Unabhängig von der Anwendung

und der individuellen Aufgabenstellung zeichnen sich die Kälteanlagen durch einen energieeffizienten Betrieb aus. Je nach Einsatzbedingungen statten die Fachleute sie beispielsweise mit einer gleitenden Kondensationstemperaturregelung (Vari-Kon), mit drehzahlgeregelten Pumpen und Lüftern sowie mit einer Winterentlastung/Freikühlung aus. Die Vertriebsingenieure geben für diese effizienzsteigernden und kostensenkenden Massnahmen jeweils die Mehrkosten und die zu erwartenden Energieeinsparungen an, sodass der «Return on invest» transparent ist und der Anwender sich auf der Basis konkreter Kostenangaben für oder gegen jede einzelne Massnahme entscheiden kann.

Bei vielen Kälteanlagen, die das Unternehmen für die Prozessindustrie projektiert, ist der Kältekreislauf mit anderen temperaturgeführten Prozessen verknüpft beziehungsweise in diese integ­riert, sodass sich erhebliche Energie­einsparungen ergeben. Andere aktuelle Entwicklungstrends sind der Einsatz von Kälteanlagen mit Wärmepumpen und die Wärmerückgewinnung aus der Kälteanlage. Diese Vorteile lassen sich nur realisieren, wenn die Profis die Kälteanlagen individuell projektieren und an den Anwendungsfall anpassen. Eine solche «Engineered solution» mag im Vorfeld einen Mehraufwand erfordern, aber sie «rechnet» sich für den Betreiber. Interessierte können sich an der Achema darüber informieren.


Weitere Informationen:
L&R KÄLTETECHNIK GmbH & Co.KG
www.lr-kaelte.de



Wassergekühlte Kältemaschine sorgen für die richtige Temperatur