Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
Branchenfokus: Ausgabe 06/2015, 15.06.2015

Altes Rezept, neue Süsse

Was als erfrischendes Stärkungsmittel seinen Anfang nahm, gehört heute zu den bekanntesten Getränken weltweit. Coca-Cola Life ist mit seiner Zucker-Stevia-Mischung das jüngste Mitglied der Familie.

Autor: Redaktion

Bilder: Coca-Cola

Eines der wohl bekanntesten Erfrischungsgetränke weltweit ist Coca-Cola. Das ursprünglich 1886 vom amerikanischen Arzt und Apotheker John Pemberton als erfrischendes Stärkungsmittel erfundene Getränk kann auf eine ungewöhnliche Erfolgsgeschichte zurückblicken. Das seit 129 Jahren existierende, geheime Rezept von Coca-Cola Classik hat heute noch viele Anhänger. Aber auch die dem Zeitgeist angepassten, kalorienfreien Varianten Coke Light und Coke Zero erfreuen sich einer gros­sen Beliebtheit. Seit Kurzem hat die Erfrischungsgetränkefamilie mit Coca-Cola Life Zuwachs bekommen.

Süsse aus pflanzlichen Quellen.

Die Innovation entstand aus der Firmenphilosophie heraus einer möglichst breiten Auswahl an Konsumenten die passenden Produkte anbieten zu können. «Wir sind davon ausgegangen, dass ein Bedürfnis nach einem Getränk besteht, dass Süsse aus rein pflanzlichen Quellen enthält und kalorienreduziert ist. So haben wir uns vor ein paar Jahren an die Arbeit gemacht und ein Produkt entwickelt, dass diesem Anspruch genügt. Coke Life ist ein Getränk, das eine Mischung aus Zucker und Steviaglykosiden enthält und damit um 36 Prozent weniger Kalorien aufweist als Coke Classik», erklärt Matthias Schneider, Senior PAC Manager Schweiz bei Coca-Cola. Da das Unternehmen im Dialog mit Konsumentinnen und Konsumenten steht, gab es verschiedene Wege, das Getränk zu etablieren. «Wir gründen einerseits Fokusgruppen und befragen darin Konsumenten. Andererseits betreiben wir Trendforschung und setzen uns mit neuen Entwicklungen und Forschungen auseinander. Das ergibt ein Gesamtbild globaler Trends, die wir aufnehmen, analysieren und schauen, ob unser Produktportfolio diesen Trends entspricht», so der Manager. Die kalorienreduzierte Variante ist für das Unternehmen eine Ergänzung zum bestehenden Sortiment.

Eine Geschmackssache.

Die kalorienfreie Süsse aus Steviaglycosiden ist jedoch mit einer grossen Herausforderung verbunden – dem Lakritz ähnlichen Nebengeschmack. Für die Entwickler war es wichtig, dass der ursprüngliche Geschmack des Getränkes erhalten bleibt. Daher haben sie eine Rezeptur entwickelt, mit der sie die Kalorien deutlich senken konnten, ohne jedoch den Geschmack negativ zu beeinflussen. «Mit den bisherigen Steviaprodukten ist es derzeit noch nicht machbar, zu 100 Prozent mit Stevia zu süssen. Das würde den Produktgeschmack nachweislich beeinträchtigen. Doch Kompromisse gehen wir keine ein, sodass wir eine Rezeptur entwickelt haben, mit der wir absolut zufrieden sind. Aus Konsumententests wissen wir, dass die Süssungsmischung den Geschmack nicht beeinflusst», so der Fachmann.

Lokal Verankert.

Die Herstellung des Getränks für den Schweizer Markt erfolgt an 3 inländischen Produktionsstandorten. «Das Getränkekonzentrat, das zwischen 6 und 8 Prozent des Gesamtprodukts ausmacht, produzieren wir an anderen Standorten in Europa und importieren es. Doch die Mischung mit den weiteren Zutaten wie Wasser, Zucker, CO2 und anderen Zutaten erfolgt lokal. Zudem achten wir darauf, inländische Produkte zu verwenden», erklärt Schneider. Damit das Getränk weltweit die gleiche Qualität aufweist und immer gleich schmeckt, hat das Unternehmen strenge Qualitätsvorgaben gesetzt und achtet auf deren Einhaltung. So reinigen Mitarbeiter beispielsweise das lokal bezogene Wasser und standardisieren inländisch bezogene Zutaten. «Für uns ist die Qualität des Produkts das A und O. Damit Konsumenten weltweit den gewohnten Geschmack geniessen können, gehen wir keine Kompromisse ein. Zudem wäre in der heutigen Zeit mit den sozialen Medien ein Qualitätseinbruch ein fataler Skandal, denn dieser würde innerhalb weniger Minuten bekannt werden. Daher müssen lokale Produktionsstandorte unsere Standards uneingeschränkt erfüllen», betont der Manager.

Umweltfreundliche Flasche.

Coke Life ist nicht nur ein innovatives Getränk, es ist auch in einer innovativen Flasche abgefüllt. Die Plant-Bottle gehört zur ersten Generation von PET-Flaschen, die teilweise aus Material pflanzlichen Ursprungs besteht. Damit gelingt es dem Konzern, den Anteil an fossilen Rohstoffen um bis zu 30 Prozent zu reduzieren und die 100-prozentige Rezyklierbarkeit zu erhalten. Der pflanzliche Rohstoff stammt aus der Zuckerrohrproduktion – genauer gesagt aus dem Abfall, der bei der Zuckerrohrproduktion anfällt. «Damit entsprechen wir unserer Philosophie, nachhaltig zu operieren. Wir können mit weniger Gewicht arbeiten, verbrauchen weniger Material und investieren zudem in Recyklingsysteme», erklärt der Spezialist.

Doch das Stevia gesüsste Getränk ist in der Schweiz nicht das erste, das in einer Plant-Bottle abgefüllt ist. Auch Valser Silence, das ebenfalls zum Produktsortiment gehört, ist in der neuen Flaschengeneration auf dem Markt. Doch diese Getränke sollen nicht die einzigen bleiben. Derzeit arbeitet der Konzern an einer Evaluation, um herauszufinden, für welche Produkte die Flaschen am sinnvollsten sind, und wo er das nötige Material beschaffen kann. «Wir müssen die Supply-Chain technisch realisierbar machen. Dazu müssen Lieferanten ausreichende Mengen bereitstellen können, es muss finanziell realisierbar und zudem auch produktionstechnisch umsetzbar sein. Sind diese Voraussetzungen erfüllt, denken wir über weitere Einsätze der Plant-Bottle nach», meint Schneider.

Für Coca-Cola Life haben sich diese Überlegungen bereits gelohnt. So können Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten seit Anfang März diesen Jahres das moderne Getränk in der innovativen Flasche kaufen.


Weitere Informationen:
Coca-Cola Schweiz GmbH
www.coca-cola.ch




Mit Coke Life ergänzt das Unternehmen sein Produktsortiment der Coca-Cola-Familie