Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
Ausgabe 7-815/2015, 11.08.2015

Schweizerischer Aussenhandel im Rückwärtsgang

Im ersten Halbjahr 2015 lagen sowohl die Exporte (- 2,6 Prozent) wie auch die Importe (- 7,4 Prozent) umsatzmässig unter dem Niveau des Vorjahres. In diesem Zusammenhang ist zu erwähnen, dass die Güterpreise – insbesondere importseitig – wechselkursbedingt sanken. Demnach nahmen die Exporte real leicht ab (- 0,8 Prozent) und die Importe geringfügig zu (+ 0,5 Prozent). Die Handelsbilanz wies einen hohen Überschuss von 17,7 Milliarden Franken aus.

Die Entwicklung auf den für die Schweiz wichtigsten europäischen Absatzmärkten verlief gegenläufig: während der Versand nach Nordamerika um 5 Prozent (USA: + 6 Prozent; vor allem Präzisionsinstrumente und Maschinen) beziehungsweise nach Asien um 3 Prozent zunahm, gingen die Ausfuhren nach Europa (Anteil 57 Prozent) um 6 Prozent zurück. Hier verringerte sich der Umsatz in Österreich um 14 Prozent und in den grossen Volkswirtschaften wie den Niederlanden, Italien, Deutschland (- 1,4 Milliarden Franken) und Frankreich zwischen 6 und 10 Prozent. Zudem ist der hohe Nachfragerückgang Russlands (- 23 Prozent) zu erwähnen. Demgegenüber legten die Lieferungen ins Vereinigte Königreich um 10 Prozent (Pharmazeutika) zu. Während die Ausfuhren nach Afrika um 15 Prozent sanken, nahmen jene nach Lateinamerika mit - 1 Prozent nur leicht ab (Mexiko: - 25 Prozent; Brasilien: + 9 Prozent). Facettenreich zeigte sich der Exportverlauf innerhalb Asiens. So stiegen die Ausfuhren nach Katar (+ 98 Prozent) und Saudi-Arabien (+ 34 Prozent) wegen Lieferungen von Flugzeugen und Bijouterie deutlich. Aber auch jene nach Südkorea expandierten um 13 Prozent, während die Ausfuhren nach China um 2 Prozent zunahmen. Derweil sanken die Verkäufe nach Hongkong um 17 Prozent (Uhren und Bijouterie).