Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
Branchenfokus: Ausgabe 09/2015, 07.09.2015

Vom Warenregal zurück bis zu den Rohstoffen

Um transparent zu machen, woher Chips, Pasta und Schnitzel stammen, ist ein Herkunftsnachweis erforderlich. Über QR-Tracking sollen das die Endkunden künftig selber ermitteln können. Damit schaffen Produzenten eine grosse Transparenz.

Autor: Ralf M. Haassengier, freier Fachjournalist

Bilder: Cormeta AG

Lebensmittelindustrie wie auch Handel stehen vor der Herausforderung, dass die Käufer mehr Transparenz erwarten. Die Skandale der letzten Jahre haben viele Verbraucher verunsichert. Kunden im Supermarkt wollen jedoch wissen, woher die Rohstoffe für ein Produkt stammen, auf welchem Acker der Weizen für sein Toastbrot geerntet oder in welchem Stall das Schwein für sein Schnitzel gemästet wurde. «Der Verbraucher begnügt sich nicht länger nur mit der blossen Angabe der Ingredienzien, er will künftig wissen, woher sein Sonntagsbraten, seine Kartoffeln und sein Rotkohl wirklich stammen, von welchem Feld, aus welchem Stall und von welchem Schlachtbetrieb», erklärt Holger Behrens, Vorstand bei Cormeta.

Informationen, die den Food-Produzenten via Chargenrückverfolgung in der SAP ERP-Anwendung bekannt sind, um beispielsweise Rückrufaktionen darüber zu steuern, sollen ebenso für die Endverbraucher verfügbar sein. Mit dem «Herkunftsnachweis» in der SAP Business All-in-One-Branchenlösung FOODsprint des Herstellers schaffen Industrie und Handel die gewünschte Transparenz. Alle Daten zu den Rohstoffen und deren Herkunft sind jederzeit einseh- und nachverfolgbar.

Herkunftsdaten ermitteln, dokumentieren und ausweisen.

In der SAP-Branchenlösung sind Herkunftschargen im Wareneingang auf unterschiedliche Art erfasst: entweder über Daten, die der Hersteller bereit stellt, oder wahlweise durch eine Wareneingangsprüfung der Lieferantenchargen. Die Software ordnet die Wareneingänge automatisch den Herkunftsdaten zu. Liefert zum Beispiel ein Schlachtbetrieb Schweinefleisch bei einem Wurstproduzenten an, muss dieser auch die Informationen über die Herkunft der Schweine bereitstellen. Diese Lieferantencharge wird dann über den gesamten Produktionsprozess mitgeführt und durch Zuordnung eines Tracking-Codes quasi mit der Produktionscharge aus dem Fertigungsauftrag verheiratet.

Mit Handy und QR-Code Lebensmittel tracken.

Der Tracking-Code führt – beispielsweise als QR-Code auf die Verpackung gedruckt – bis zum Ursprungsproduzenten zurück. Über die neue Funktion in FOODsprint lässt sich die Herkunft eindeutig nachvollziehen und tracken. Zum Beispiel Fleisch- und Wurstproduzenten, die eine solche Lösung nutzen, können mit dem QR-Code alle benötigten Informationen zur Verfügung stellen. Der Kunde scannt an der Fleisch- oder Wursttheke den Code auf der Schnitzel-, Hähnchen- oder Wurstpackung mit seinem Handy und kann etwa über eine Online-Plattform mit den hinterlegten Fertigartikeln die Herkunft eindeutig ermitteln. «Das QR-Tracking erlaubt die Nachverfolgung sämtlicher Food-Produkte, die beim Handel in den Regalen liegen. Lebensmittelhersteller, die unsere Branchenlösung einsetzen, bieten optimale Transparenz und schaffen dadurch Vertrauen beim Handel und den Verbrauchern», betont der Vorstand.



Weitere Informationen:
cormeta ag
www.cormeta.de



Tracking bis zum Stall und auf den Acker sind keine Zukunftsvisionen sondern Realität