Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
13.01.2015

Bell verzeichnet Wachstum bei Sortiment mit höherer Wertschöpfung

Die Bell-Gruppe hat sich 2014 in einem anspruchsvollen Umfeld gut behauptet. Sortimente mit höherer Wertschöpfung verzeichneten ein erfreuliches Wachstum. Externe Faktoren wie Minusteuerung und Währungsschwankungen beeinflussten den nominalen Umsatz. Der Umsatz der Bell-Gruppe lag 2014 mit CHF 2,6 Mrd. um 0,9 Prozent unter Vorjahr (-0,5 Prozent währungsbereinigt). Das Absatzvolumen reduzierte sich gegenüber 2013 um 1,1 Prozent auf rund 215,6 Mio. kg

Bell Schweiz hat den Umsatz um 0,8 Prozent auf CHF 1,86 Mrd. gesteigert. Deutlich zugenommen haben die Sortimente mit höherer Wertschöpfung. Die Bereiche Seafood, Geflügel und Charcuterie erwiesen sich 2014 als Wachstumstreiber. Die Minusteuerung beim Schweinefleisch hat deutliche Spuren im Umsatz hinterlassen. Trotzdem ist der Umsatz im Absatzkanal Detailhandel stabil geblieben und das Absatzfeld Grosshandel hat deutlich zulegen können. Das Absatzvolumen ist leicht zurückgegangen, unter anderem wegen tieferer Industriebelieferungen, dem wetterbedingt schwachen Grillsommer und dem erneut gestiegenen Grenzeinkaufstourismus.
Bell Deutschland. Der Warenumsatz bei Bell Deutschland ist um 2,8 Prozent auf CHF 469,4 Mio. gesunken. Währungsbereinigt beträgt der Rückgang noch 1,5 Prozent. Die Abnahme ist vor allem auf deutlich tiefere Schweinefleischpreise sowie auf den Sortimentsmix zurückzuführen. Trotz rückläufigem Markt konnte das Absatzvolumen auf Vorjahreshöhe gehalten und somit Marktanteile gewonnen werden. Die Produktgruppen Brüh-, Rohwurst und Fleisch-Convenience haben sich gut entwickelt, während sich der Bereich Rohschinken nicht vollständig vom schwächeren Markt abkoppeln konnte.
Bell International. Seit dem 1. Januar 2015 sind die internationalen Aktivitäten der Bell-Gruppe in Frankreich, Benelux, Polen, Ungarn und Tschechien organisatorisch unter Bell International zusammengefasst. Die Division verzeichnete mit CHF 268,6 Mio. einen um 8,4 Prozent tieferen Umsatz. Währungseinflüsse und die deutlich tieferen Schweinefleischpreise in Europa beeinflussten den nominalen Umsatz. Darüber hinaus wurde das zunehmend unrentable Filialgeschäft in der Slowakei mit rund 30 Verkaufsstellen im Verlauf des Geschäftsjahres reduziert und per 31.12.2014 vollständig eingestellt. Der Absatz ist vor allem aufgrund eigener Bereinigungen wertschöpfungsschwacher Produkte zurückgegangen.

Das vollständige Unternehmensergebnis 2014 publiziert das Unternehmen am 19. Februar 2015.



Die Bereiche Seafood, Geflügel und Charcuterie erwiesen sich 2014 als Wachstumstreiber.