Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
04.11.2015

Deutliches Wachstum für Barry Callebaut

Am 4. November 2015 präsentierte der Schokoladenproduzent Barry Callebaut die Ergebnisse des Geschäftsjahrs 2014/15. Antoine de Saint-Affrique, CEO der Barry Callebaut Gruppe, sagte, dass das Unternehmen den Markt übertraf und ein solides Wachstum erzielte.

Nach einem verhaltenen Start in das Geschäftsjahr 2014/15 beschleunigte sich das Verkaufsmengenwachstum um insgesamt 4,5 Prozent auf 1 794 782 Tonnen. Die Verkaufsmenge wuchs auf breiter Basis, wobei die Märkte Westeuropas und Nordamerikas wesentlich dazu beitrugen. Der Umsatz stieg um 12,1 Prozent in Lokalwährungen (6,4 Prozent in CHF) auf CHF 6241,9 Millionen dank der gestiegenen Verkaufsmenge und höherer Kakaobohnenpreise im gesamten Geschäftsjahr. Der Bruttogewinn nahm um 4,8 Prozent in Lokalwährungen (–1,7 Prozent in CHF) auf CHF 846,8 Millionen zu. Die aussergewöhnlich tiefe Combined Cocoa Ratio beeinträchtigte den Bruttogewinn stark, was das Unternehmen durch den stärkeren Fokus auf Margen sowie Produkt- und Kundenmix und das Wachstum des Gourmet & Spezialitätengeschäfts kompensierte. Der Betriebsgewinn (EBIT) stieg um 7,4 Prozent in Lokalwährungen (–0,3 Prozent in CHF) auf CHF 414,8 Millionen, das heisst rascher als die Verkaufsmenge. Den tiefen EBIT im Segment Global Cocoa haben die positiven EBIT-Beiträge aller anderen Regionen und Produktgruppen ausgeglichen. Dies ist auch das Ergebnis der guten Bruttomargenentwicklung und strikter Disziplin bei den Fixkosten. Nach einem starken Vorjahr legte der EBIT pro Tonne um 2,9 Prozent in Lokalwährungen zu. Aufgrund bedeutender Währungsumrechnungseffekte ging der EBIT pro Tonne in CHF um 4,7 Prozent zurück. Der Konzerngewinn lag für die Berichtsperiode in Lokalwährungen um 2,7 Prozent unter dem Vorjahr (–5,9 Prozent in CHF) und erreichte CHF 239,9 Millionen Dies spiegelt einen höheren durchschnittlichen Finanzierungsbedarf aufgrund der höheren Kakaobohnenpreise, einen Währungsverlust sowie höhere Steuern wider.
Für die Zukunft sieht CEO de Saint-Affrique zahlreiche künftige Wachstumschancen. Auf der Basis der drei Wachstumstreiber Outsourcing & Partnerschaften, Schwellenmärkte und Gourmet & Spezialitäten will die Gruppe weiterhin konstant über dem Markt wachsen. Für die Zukunft strebt das Unternehmen ein «smartes» Wachstum an, das heisst ein Gleichgewicht zwischen dem Wachstum der Verkaufsmenge, der Steigerung der Profitabilität und der Erwirtschaftung von freiem Cash flow. Im Geschäftsjahr 2015/16 dürfte der Markt für Kakaoprodukte den Schokoladenproduzenten vor einige Herausforderungen stellen, was die Profitabilität vorübergehend beeinflussen wird. Die Verantwortlichen treiben deshalb eine Reihe von strategischen Initiativen wie das Projekt «Cocoa Leadership» voran, um die globale Präsenz im Bereich Kakao bestmöglich zu nutzen, das Netzwerk zu optimieren und die Profitabilität mittelfristig zu stärken. Die mittelfristigen Finanzziele passt das Unternehmen an auf ein durchschnittliches Verkaufsmengenwachstum von 4 bis 6 Prozent pro Jahr und ein über dem Verkaufsmengenwachstum liegendes EBIT-Wachstum in Lokalwährungen für die 3-Jahres-Periode 2015/16 bis 2017/18, dies unter Ausschluss grösserer, unvorhergesehener Ereignisse.



Der Schokoladenproduzent hat im Geschäftsjahr 2014/15 ein solides Wachstum erzielt, das den Markt übertraf