Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
19.03.2015

Gutes Ergebnis für Schweizer Bonbonmacher

Die Schweizer Zuckerwarenhersteller konnten im Jahr 2014 den Umsatz um 3,9 Prozent steigern, trotz einer um 4,0 Prozent geringeren Absatzmenge. Dieses Ergebnis ist dem guten Exportgeschäft zu verdanken. Demgegenüber ging das Inlandgeschäft stark zurück, während der Importanteil deutlich anstieg. Mit Blick nach vorne stellt die Frankenstärke eine grosse Belastung für die Schweizer Zuckerwarenhersteller dar. Zudem droht mit der standortschädlichen Swissness-Regulierung eine Verschlechterung der gesetzlichen Rahmenbedingungen.

Die 14 industriellen Hersteller von Schweizer Zuckerwaren (zuckerhaltige und zuckerfreie Bonbons, Kaugummis, Dragées, Marzipan, der Heilmittelgesetzgebung unterliegende Husten- und Halsbonbons usw.) konnten das Ergebnis im Jahr 2014 gegenüber Vorjahr wertmässig erneut übertreffen. Trotz einer um 4,0 Prozent auf 32 804 Tonnen gesunkenen Verkaufsmenge liess sich der Branchenumsatz um 3,9 Prozent auf 353 Millionen Franken erhöhen. Ein mengenmässiger Zuwachs konnte einzig der Bereich der Weichbonbons (+ 1,0 Prozent) verzeichnen. Im Inland verkauften die Unternehmungen der Schweizer Zuckerwaren-Industrie im Jahr 2014 mit 6864 Tonnen 11,8 Prozent weniger Waren als im Vorjahr. Als Folge davon ging der damit generierte Umsatz um 3,8 Prozent auf 98 Millionen Franken zurück. Mengenmässig waren bei Gelée- und Gummibonbons (+ 3,1 Prozent), Weichbonbons (+ 1,2 Prozent) sowie bei Dragées (+ 1,0 Prozent) Zuwachsraten zu verzeichnen. Die Verkaufsmengen bei den Hartbonbons (- 25,6 Prozent) und anderen geformten Zuckerwaren (- 11,2 Prozent) entwickelten sich hingegen deutlich rückläufig. Der Import von Zuckerwaren erhöhte sich um 3,4 Prozent. Entsprechend ist der Marktanteil der einheimischen Hersteller von 28,5 Prozent im Vorjahr auf 25,3 Prozent zurückgegangen. Der Inlandabsatz an einheimischen und importierten Zuckerwaren ist um 0,9 Prozent gesunken. Aus dem Inlandverbrauch an Zuckerwaren lässt sich ein durchschnittlicher Pro-Kopf-Konsum pro Jahr von rund 3,3 kg ableiten; dies entspricht gegenüber dem Vorjahr einer Abnahme von 71 g. Der Anteil der zuckerfreien Artikel ist von 22,3 Prozent auf 20,3 Prozent zurückgegangen. Im Export verkauften die Unternehmen mit 25 940 Tonnen im Vergleich zum Vorjahr 1,6 Prozent weniger Zuckerwaren. Dennoch konnten sie den Umsatz um 7,2 Prozent auf 255 Millionen Franken steigern. Der Anteil der zuckerfreien Exportprodukte sank von 62,1 Prozent auf 57,4 Prozent. Der Exportanteil an der Gesamtproduktion ist infolge der rückläufigen Verkaufsmenge auf dem Inlandmarkt von 77,2 Prozent auf 79,1 Prozent angestiegen.



Der Branchenumsatz der Schweizer Zuckerwarenhersteller stieg im Geschäftsjahr 2014 um 3,9 Prozent auf 353 Millionen Franken